Coburg
Entwicklung

Wo tut Stadtsanierung in Coburg wirklich Not?

Der Norden der Innenstadt soll aufgewertet werden. Der Stadtrat gab am Donnerstag den Startschuss für vorbereitende Untersuchungen. Das endgültige Sanierungsgebiet ist damit noch nicht festgelegt.
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Fußgängerzone Steinweg: Was sich hier in welcher Form ändern sollte, wird nun untersucht. Foto: Chris Winter
Fußgängerzone Steinweg: Was sich hier in welcher Form ändern sollte, wird nun untersucht. Foto: Chris Winter
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Es war eines der ersten Sanierungsgebiete, das die Wohnbau der Stadt Coburg in Angriff nahm: der Steinweg mit dem Oberen Bürglaß und dem Bereich, auf dem heute das Parkhaus Post steht. Nun könnte aus dem einstigen Sanierungsgebiet II das Kernstück des Sanierungsgebiets VII werden.

Doch noch ist das nicht entschieden. Der Stadtrat hat am Donnerstag zunächst vorbereitende Untersuchungen in Auftrag gegeben für ein Gebiet, das im Westen an der Seifartshofstraße beginnt und im Osten am Oberen Bürglaß endet. Auch der Gemüsemarkt, der Kaufhof und das Postgelände gehören zu dem Areal. Damit sei noch nicht festgelegt, was am Ende alles zum Sanierungsgebiet gehört, sagte Andreas Heipp, Geschäftsführer der Wohnbau Coburg. Auch die Regierung von Oberfranken hat sich in diesem Sinn geäußert, wie in der Beschlussvorlage zu lesen war. Durch die Untersuchungen werde festgestellt, in welchen Bereichen städtebauliche Missstände vorliegen und welche Bereiche nicht in ein Sanierungsgebiet einbezogen werden müssen.

Zu den vorbereitenden Untersuchungen gehören auch Gespräche mit den Eigentümern, den Anwohnern und weiteren Nutzern, welche Anforderungen sie an das Gebiet stellen und welche Entwicklung sie sich wünschen. So dürfte im Zuge dessen auch untersucht werden, ob es möglich und sinnvoll ist, die Fußgängerzone im Bereich des Steinwegs wieder aufzuheben oder teilweise Autoverkehr zuzulassen. Eine andere Idee war, durch das frühere Schlick-Gelände hinter dem Postareal eine Verbindung vom Lohgraben in den Steinweg zu schaffen.
Untersuchen soll all das ein externes Planungsbüro, weil es dann Fördermittel gibt. Die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen könnten in etwa einem Jahr vorliegen, schätzte Heipp.

Parallel dazu werde ein Parkraumkonzept erstellt, sagte Stadtbauamtsleiter Karl Baier. Darin wird es auch um eine Quartierstiefgarage am Schlossplatz gehen.
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