Coburg
Räumpflicht

Nach Unfall: Winterdienst in Coburg jetzt mit einem Auto weniger

Der Coburger Entsorgungs- und Baubetriebs (CEB) musste beim ersten größeren Schneefall den Winterdienst neu planen.
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Ob das am Dienstag bei einem Unfall beschädigte Fahrzeug wieder hergestellt werden kann, wird derzeit beim CEB geprüft. Foto: Michael Stelzner
Ob das am Dienstag bei einem Unfall beschädigte Fahrzeug wieder hergestellt werden kann, wird derzeit beim CEB geprüft. Foto: Michael Stelzner
Da waren es nur noch acht: Nachdem am Dienstagmorgen ein Streufahrzeug des Coburger Entsorgungs- und Baubetriebs (CEB) selbst von der Straße abkam, musste der Winterdienst umorganisiert werden,berichtet Bernd Löhnert, beim CEB zuständig für die Straßen. Der neue Tourenplan konnte zwar erst am Mittwochnachmittag endgültig festgelegt werden, trotzdem sei es am Mittwochmorgen nicht zu Einschränkungen gekommen, sagt Löhnert.

Derzeit wird noch geprüft, ob es sich lohnt, das Fahrzeug wieder herzustellen oder ob ein neues beschafft werden muss. So oder so muss der CEB allerdings in den nächsten Wochen mit einem Streufahrzeug weniger auskommen. Deshalb wurden für mehrere andere Fahrzeuge die Touren verändert, da diese nun den Bereich Coburg-Süd, Creidlitz, Ketschendorf, Lützelbuch, Neu- und Neershof, Rögen, Seidmannsdorf mit abdecken müssen. Durch die geänderten Touren könne es dazu kommen, dass einzelne Straßen in anderer Reihenfolge als bislang gestreut werden, erläutert Löhnert.

An der Prioritätenliste ändert sich nichts: Hauptverkehrsstrecken werden möglichst bis 6.30 Uhr geräumt, damit der Berufsverkehr fließen kann. Die Strecken mit Priorität 2 und 3 kommen danach an die Reihe - wenn nicht die mit Priorität 1 ständig freigehalten werden müssen.

Die Winterdienstmitarbeiter werden bei Bedarf morgens um 3 Uhr verständigt und beginnen in der Regel etwa eine halbe Stunde später mit dem Dienst. An Sonn- und Feiertagen beginnt die Bereitschaft erst um 6 Uhr, sie endet abends um 21 Uhr (siehe auch ceb-coburg.de).

Ob und in welchem Umfang der Winterdienst ausrückt, entscheidet sich etwa um 2.30 Uhr (beziehungsweise 5.30 Uhr an Sonntagen), wenn der Einsatzleiter seine Kontrollfahrt macht. Löhnert zufolge werden vor allem frostgefährdete Strecken abgefahren wie die im Bausenberg. "Danach entscheidet der Einsatzleiter, wie viele Leute und Fahrzeuge raus müssen, was und wie viel gestreut wird." Dabei werde auch die Wettervorhersage berücksichtigt. Der Einsatzleiter müsse die Ergebnisse seiner Spähfahrt und seine Entscheidungen dokumentieren.

Dass es bei jedem Schnee Beschwerden gibt, der Winterdienst brauche für einzelne Straßen zu lang, kennt Löhnert schon. "Der Anspruch ist leider, dass wir überall zur selben Zeit sein müssen", seufzt er. "Wir freuen uns ja, wenn die Leute anrufen. Wenn etwas schief läuft, prüfen wir es nach. Und wenn es umsetzbar ist, versuchen wir, es umzusetzen."

Abgesehen davon, ist der CEB gar nicht für alle Straßen im Stadtgebiet zuständig. Die B4 (Nordring/Stadtautobahn/Weichengereuth) fällt in den Zuständigkeitsbereich der staatlichen Straßenmeisterei.
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