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Coburg
Arbeitsmarktbericht

Winter hat den Arbeitsmarkt fest im Griff

Trotz des saisonalen Anstiegs der Arbeitslosigkeit, bleibt die Entwicklung im Agenturbezirk Bamberg-Coburg stabil. Die Arbeitslosenquote in der Region liegt derzeit bei 4,6 Prozent. Dringend gesucht werden Fachkräfte im Holz- und Polsterbereich sowie Berufskraftfahrer und Auslieferungsfahrer.
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Symbolfoto: dpa
Symbolfoto: dpa
Im Januar steigt die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt an. In diesem Monat wurden 2564 oder gut 20 Prozent mehr arbeitslose Personen gezählt als im Vormonat. In der Region waren zum Stichtag 15   161 Menschen erwerbslos. Diese Zahl entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent.

Nach Einschätzung von Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit ausschließlich jahreszeitlich bedingt. "Der Wintereinbruch sowie die Tatsache, dass etliche befristete Arbeitsverhältnisse zum Jahresende ausgelaufen sind, erklären das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt." Erfreulich sei, dass der Vorjahresabstand bei der Arbeitslosigkeit - eine Größe, die hauptsächlich die konjunkturell bedingte Arbeitslosigkeit ausweist - wieder geringer geworden ist.

Gegenüber Januar 2012 stieg die Arbeitslosigkeit um 4,1 Prozent an. Im Dezember betrug dieser Anstieg noch 9,3 Prozent. "Einen leichten Anstieg können wir auch bei dem Zugang an freien Stellen beobachten", sagt Glos. "Insgesamt gesehen bleibt also der heimische Arbeitsmarkt stabil. Dies schließt leider nicht aus, dass es punktuell zu einem Anstieg der strukturellen Arbeitslosigkeit kommen kann."

Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst die Städte und Landkreise Coburg und Bamberg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels. Im Agenturbezirk wurden in diesem Monat der Agentur für Arbeit 847 freie sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet - 29 Stellen mehr (3,5 Prozent) als im Januar 2012.

Bei den Jobcentern erhöhte sich zwar gegenüber Dezember die Arbeitslosigkeit um 441, gegenüber dem Januar 2012 verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 92. Der Vorjahresvergleich zeigt allerdings, dass die Entwicklung bei den sieben Jobcentern nicht einheitlich verlief. Während im Jobcenter Lichtenfels die Zahl der Arbeitslosen um 7,8 Prozent sank, nahm sie in Bamberg Stadt um 2,1 Prozent zu. Ende Januar waren bei den Jobcentern des Agenturbezirkes 6214 Personen arbeitslos gemeldet, dies sind rund 41 Prozent der gemeldeten Arbeitslosen.

Im Stadtgebiet Coburg stieg die Arbeitslosenzahl um 192 auf 1421. Auch gegenüber Januar 2012 stieg die Arbeitslosigkeit um 2,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber Januar 2012 um 0,1 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent.

In diesem Monat meldeten die Arbeitgeber aus dem Stadtgebiet 156 freie Stellen. Die Bereiche Elektro, Heizung und Sanitär zeigen weiterhin eine starke Nachfrage nach Fachkräften. Einen unverändert hohen Bedarf an Fachkräften meldet der Pflege- und Betreuungsbereich. Die Arbeitgeber bieten hier auch individuelle Arbeitszeitmodelle an, um die Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen mit zeitlicher Einschränkung attraktiver zu gestalten.
Im Landkreis Coburg erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Dezember um 281 auf 2248. Das waren 81 Personen oder 3,7 Prozent mehr als im Januar 2012. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent.

Der Arbeitgeberservice nahm im Dezember 97 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote aus dem Landkreis entgegen. Dies waren fünf mehr als im letzten Januar. Nach wie vor gibt es hier eine starke Nachfrage für Fachkräfte im Holz- und Polsterbereich. Der Bau hat für den Saisonbeginn bereits Fachkräftestellen gemeldet. Ebenfalls gesucht werden Berufskraftfahrer und Auslieferungsfahrer.

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