Rödental
Spendenaufruf

Wie Menschen mit Demenz in Rödental betreut werden

In Rödental betreut der Verein Remental Menschen mit Demenz und entlastet so die pflegenden Angehörigen. Gerade findet der Umzug in die Schlesierstraße statt. Dafür brauchen die Ehrenamtlichen noch Geld
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Die Küche für die Betreuungsgruppe von Remental ist schon da. Dr. Wolfgang Hasselkus, Bürgermeister Marco Steiner, Dr. Rainer Mayerbacher und Heike Beutnagel freuen sich darauf, dass hier die ersten Besucher betreut werden können. Foto: Rainer Lutz
Die Küche für die Betreuungsgruppe von Remental ist schon da. Dr. Wolfgang Hasselkus, Bürgermeister Marco Steiner, Dr. Rainer Mayerbacher und Heike Beutnagel freuen sich darauf, dass hier die ersten Besucher betreut werden können. Foto: Rainer Lutz
Eine immer älter werdende Gesellschaft muss sich auch den Problemen stellen, die mit dem demografischen Wandel verbunden sind. Eines dieser Probleme ist der steigende Pflegebedarf für alte Menschen, die von Demenz betroffen sind. Ohne ehrenamtliche Helfer und private Pflegedienste wird diese Aufgabe auf Dauer nicht zu stemmen sein. In Rödental bietet der Verein Remental eine Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz an. Für diese Arbeit ist Remental auf Spenden angewiesen.
"Wir sind sehr froh, Remental hier zu haben", sagt Bürgermeister Marco Steiner. Mit "hier" meint er die neuen Räume, die der Verein im Januar in der Schlesierstraße beziehen wird. Dort entwickelte sich in den vergangenen Jahren ein ganz besonderes Wohnkonzept. "Wir haben angefangen mit Wohnungen, die auf besondere Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten wurden", erinnert Dr. Rainer Mayerbacher von der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises. "Wohnen in allen Lebenslagen" ist inzwischen der Titel eines Projekts, das mit Preisen ausgezeichnet wurde und Beispielcharakter für viele andere Kommunen hat.
Auch mit Mitteln aus der Städtebauförderung und seitens des Familienministeriums entstanden behindertengerechte Wohnungen. Ein Quartiersmanagement steht als Anlaufstelle für die Bewohner zur Verfügung. Inzwischen hat der Verein Lebenshilfe hier seinen Sitz, der sich um Wohnraum für Menschen mit Behinderung bemüht. Um gegenseitig voneinander zu profitieren, gründeten verschiedene Stellen das "Forum Schlesiertstraße". Darin ist auch Remental Mitglied von Anfang an. "Wir arbeiten schon lange zusammen", sagt Heike Beutnagel, die Vorsitzende des Vereins Remental. Bisher geschah dies räumlich getrennt. Sie pendelte zwischen Gerstäcker-Weg und Schlesierstraße.
Bald steht Remental das Erdgeschoss eines frisch renovierten Blocks der Wohnbau (Schlesierstraße 16) zur Verfügung.Mit viel Entgegenkommen der Wohnbau, eigenen Mitteln aus Spenden und Vereinsbeiträgen und der Erfahrung von Heike Beutnagel in der Arbeit mit Dementen wird die Wohnung so gestaltet, dass die Betreuung der Besucher optimal gewährleistet werden kann.

Froh über den Verein

"Die Stadt unterstützt Remental gern, auch wenn wir uns nicht ständig an den Kosten beteiligen können", sagt Marco Steiner. Doch Remental profitiert von der Unterstützung, die die Stadt der Wohnbeu bei der Renovierung des Quartiers Schlesierstraße gibt. Und Heike Beutnagel freut sich riesig darüber, dass direkt vor der Haustür jetzt eine Haltestelle für den Stadtbus eingerichtet wurde. "Damit werden wir besser erreichbar und wir können mit unseren Gästen einfach mal einen Ausflug machen", sagt sie.
Gerade ist sie dabei, die Wohnung einzurichten. Denn genau so sollen die Räume aussehen, wie eine Wohnung. Es soll nichts wie ein Heim oder gar eine Klinik wirken. Selbst das Pflegebett, dass sie sich für einen der Räume wünscht, will Heike Beutnagel dann mit Decken und Kissen als Couch "tarnen". Ihre Gäste sollen die Möglichkeit haben, sich hinzulegen, wenn es ihnen mal nicht gut geht. Den Pflegekräften hilft so ein verstellbares Bett dann enorm. "Aber wenn es aussieht wie ein Krankenhausbett, gibt es den Gästen das Gefühl, krank zu sein", sagt sie. So sollen sich die Besucher nicht fühlen.
"Remental ist ein Segen und eine große Entlastung auch für pflegende Angehörige", sagt Dr. Wolfgang Hasselkus. Der Hausarzt ist Rödentals Seniorenbeauftragter und Gründungsmitglied von Remental. Im Rahmen eines Projekts mit dem Titel: "Rödental engagiert sich für Menschen mit Demenz" bemüht sich der Mediziner um Spenden. Er bildet aber auch Ehrenamtliche in der Pflege aus. "Wir suchen weiter nach Mitarbeitern", betont er.
Im Augenblick bündelt der Verein seine Kräfte, um die neuen Räume herzurichten. Eine behindertengerecht gestaltete Küche, auf den Pflegebetrieb eingestellte Toiletten und Sanitärräume, das alles kostet Geld.
Ganz zu schweigen vom großen Garten am neuen Quartier des Vereins. Der muss noch hergerichtet werden. "Einrichtungen wie diese werden in Zukunft eine immer größere Bedeutung bekommen", weiß Dr. Rainer Mayerbacher. Denn: "Wir werden das nicht mit Heimen schaffen können." Der Grund sind die geburtenstarken Jahrgänge. Sie kommen in absehbarer Zeit in das Alter, in dem das Risiko einer Demenz droht. "Da kommt eine Welle auf uns zu", sagt Mayerbacher und unterstreicht einmal mehr die Bedeutung von engagierten Ehrenamtlichen wie Heike Beutnagel und ihrem Verein Remental.
Spendenaktion Das Coburger Tageblatt und "Franken helfen Franken" möchten den Verein Remental unterstützen und bitten dafür um Spenden. Bitte geben Sie als Verwendungszweck "Remental Rödental" an.

Kostenlos Jeder für "Franken helfen Franken" gespendete Euro geht an den guten Zweck, die Verwaltungskosten übernimmt die Mediengruppe Oberfranken, der das Coburger Tageblatt angehört.

Idee Die Mediengruppe Oberfranken erreicht über ihre Zeitungen Fränkischer Tag, Bayerische Rundschau, Coburger Tageblatt, Saale-Zeitung und Die Kitzinger sowie ihre Internetangebote viele Menschen. Das will sie nutzen, um mit Hilfe des Spendenvereins "Franken helfen Franken" Hilfsbedürftige in verschiedenen Teilen Frankens zu unterstützen.
Miteinander Der Spendenverein macht sich stark für ein Franken, das sich durch eine Atmosphäre des Miteinanders und der Hilfe auszeichnet. Seit der Gründung vor fünf Jahren wurden schon knapp 153 000 Euro ausgereicht.

Spendenkonto Sparkasse Bamberg; IBAN: DE 62 7705 0000 0302 1945 01
BIC: BYLADEM1SKB



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