Weitramsdorf
Fasching

Weidacher Narren feiern wie im Wilden Westen

Mit einem Ausflug in den wilden Westen begeisterte der Karnevalsverein Weidach (Landkreis Coburg) die Besucher bei seiner ersten Prunksitzung. Wer das närrische Programm live erleben möchte, hat am kommenden Samstag noch eine letzte Chance. Los geht es um 19.30 Uhr.
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Kreativ, temperamentvoll und unterhaltsam - mit einem wahrlich närrischen Programm hat der Elferrat des Karnevalsvereins das Publikum bei der Prunksitzung in der Schulturnhalle überrascht.
Natürlich gab es auch die klassischen Einlagen: Die vier Garden boten teils sportlich anspruchsvolle Varianten des Showtanzes. Während die die kleinsten Tänzerinnen die "Oma ohne Benzinaroma" im Hühnerstall herum rasen ließen, entführte die "Blaue Garde" in einem farbenprächtigen Ausflug in die USA. Beim Tanz der "Grünen Garde" keimte die Hoffnung, das Deutschland in Brasilien Fußball-Weltmeister werden könnte.
Gelungen waren auch die Bühnenauftritte der Solisten. Alex Müller - wohlgenährt und mit roten Haaren - versicherte, dass man aus einem Elefant halt keinen Windhund zaubern könne.
"Liebesbote" Florian Mück bemühte sich anschließend redlich, Weidacher "Sandhousn" und benachbarte "Züerdl" zu versöhnen.
Der Zwischenruf "Gott sei Dank, ich bin a Frank!" zeigte aber, dass das mit der Zuneigung doch nicht so einfach ist. Der aus Thüringen kommende "Till von Weidach" (Lutz Kollar) zerlegte derweil humoristisch die Berliner Regierungsarbeit der "Groko" in ihre Einzelteil.

Eine Folter für Jürgen W. Heike

"Wer reitet so spät durch Wind und Gewitter? Das ist der Heike - der braucht noch en Liter!" Der Landtagsabgeordnete Jürgen W. Heike brauchte danach sicher eine Stärkung. Schließlich wurde er gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister Joachim Hahn an den Marterpfahl der Rothäute gebunden. Aber mag es im "Wilden Westen" noch so laut zugegangen sein - der Deckel vom momentan brodelnden Kessel der Weitramsdorfer Bürgermeisterwahl wurde nicht gelüftet. Von diesem Thema hielt sich der KVW - wohl auch geschickterweise - lieber fern. Eine traurige Nachricht gab es zum Schluss: Ursula Goer, die "Grande Dame" des Weidacher Karnevalliedes, befasst sich mit dem Gedanken, in der kommenden Saison nicht mehr aufzutreten.

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