Coburg
Silvester

Was in Coburg an Silvester zu beachten ist

Im Depot am Dammweg stehen sechs Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Coburg in Bereitschaft. Kleinere Einsätze wird es zum Jahreswechsel geben, ist Stadtbrandrat Ingolf Stökl sicher.
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Das neue Jahr wird traditionell mit einem bunten Feuerwerk begrüßt. Nicht ganz unproblematisch ist dies in der engen Coburger Altstadt mit ihren vielen historischen Gebäuden, etwa der Ehrenburg. Aber auch an der Veste Coburg ist Feuerwerk wegen der Brandgefahr nicht gern gesehen.Foto: Archiv Christoph Winter
Das neue Jahr wird traditionell mit einem bunten Feuerwerk begrüßt. Nicht ganz unproblematisch ist dies in der engen Coburger Altstadt mit ihren vielen historischen Gebäuden, etwa der Ehrenburg. Aber auch an der Veste Coburg ist Feuerwerk wegen der Brandgefahr nicht gern gesehen.Foto: Archiv Christoph Winter
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Es wird eine kleine, alkoholfreie, aber nicht minder fröhliche Feier zu Silvester geben. Das Depot der freiwilligen Feuerwehr Coburg im Dammweg gegenüber dem Freibad ist zum Jahreswechsel nicht verwaist. "Eine Sicherheitswacht von sechs Personen wird in der Nacht von Donnerstag auf Freitag da sein", sagt Stadtbrandrat Ingolf Stökl. "Denn in der Regel wird es kurz nach 0 Uhr die ersten Einsätze geben", ist sich der Feuerwehrkommandant aus der Erfahrung der letzten Jahre sicher. Auch die Partner der Dienst habenden Feuerwehrleute werden dabei sein.

In den vergangenen Jahren wurde die Feuerwehr in der Nacht zum Neujahrstag immer wieder zu brennenden Müllkübeln und Abfalleimern gerufen. Meistens, so Stökl, seien diese Brände schnell gelöscht.
"Aber wenn es sich um eine grüne Tonne mit Altpapier handelt, die nahe an einem hölzernen Gebäude oder neben einem Auto steht, kann sich ganz schnell ein Feuer mit großem Sachschaden entwickeln. Schon weil die Folgen auch eines kleinen Brandes nicht abzusehen seien, "nehmen wir jeden Einsatz sehr ernst." Auch Brandmeldeanlagen geben in dieser besonderen Nacht vermehrt Alarm.


Auf das Holz achten

In der Vergangenheit habe es zum Jahreswechsel wenige schwere Verkehrsunfälle gegeben, erinnert sich Stökl.
Mitarbeiter der Ehrenburg und der Veste Coburg absolvieren in den ersten Stunden des neuen Jahres Kontrollgänge. Besonders das alte und trockene Holz der Wehrgänge auf der Coburger Burg stellt ein erhöhtes Brandrisiko dar. Bei klarem und trockenem Wetter ist der Rundweg um die Burg immer ein beliebtes Ziel von schaulustigen Silvestergästen. Der Blick über die Stadt ist in der Silvesternacht imposant. Auf Feuerwerksraketen sollte aber verzichtet werden.

Die Sicherheitswacht im Feuerwehrdepot wird die Ausrückzeiten im Fall der Fälle verkürzen. "Denn einerseits feiern Feuerleute auch den Jahreswechsel, zum anderen sind kurz nach Mitternacht die Straßen voller Menschen und Feuerwerkskörper. Da können die Mitglieder der Feuerwehr nicht so schnell wie sonst zum Depot kommen", stellt der Stadtbrandrat fest. Bis um 8 Uhr am Neujahrstag ist die Sicherheitswache bei der Feuerwehr im Dammweg im Dienst.


Stökl spart sich die Ausgabe

Stadtbrandrat Ingolf Stökl selbst verzichtet darauf, Raketen in den Nachthimmel zu schießen oder Böller hoch gehen zu lassen. "Dafür ist mir das Geld zu schade." Aber anschauen wird er sich das Feuerwerk über Coburg schon. Auch aus der Sicht eines Feuerwehrmannes.


Vorsicht beim Silvester-Feuerwerk

Zeitraum Auch an Silvester haben Hobby-Feuerwerker keine Narrenfreiheit. Darauf weist das Coburger Ordnungsamt in einer aktuellen Pressemitteilung hin. Handelsübliche "Silvester-Raketen", "Kracher" und "Böller" (früher "Feuerwerksklasse II", jetzt "Kategorie 2") dürfen nur am 31. Dezember und 1. Januar abgebrannt werden. "Nur Erwachsene dürfen diese Feuerwerkskörper abschießen, das wissen viele nicht", sagt Kai Holland, Leiter des Ordnungsamtes.

Verbote Verboten seien Feuerwerke in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen. Großer Abstand sei außerdem wichtig zu Tierhaltungen, Tankstellen, Scheunen, Ställen und allen leicht entzündlichen Stoffen.
Generell verboten bleiben übrigens auch an Silvester und Neujahr die "Himmelslaternen", die ihr Brandrisiko unkontrolliert in die Ferne tragen.

Warnung Mit Nachdruck warnt das Ordnungsamt vor möglichen Brandgefahren durch Feuerwerk für die vielen historischen Gebäude in der Stadt, wie die Veste Coburg, Schloss Ehrenburg, Landestheater, Naturkundemuseum, Stadthaus und Rathaus am Markt und das Zeughaus in der Herrngasse. "In deren Umkreis soll grundsätzlich jedes Feuerwerk unterbleiben", betont Kai Holland.

Verletzungsgefahr Auch die gesundheitlichen Risiken für die Feuerwerker selbst dürfen nicht unterschätzt werden. Die Palette möglicher Verletzungen reicht von Gehörschäden über verbrannte oder abgerissene Finger bis hin zu schwersten Augenverletzungen. "Wer gegen ein Abbrennverbot verstößt, riskiert ein Bußgeld nach dem Sprengstoffgesetz, das im Extremfall bis zu 50 000 Euro betragen kann."

Wissenswertes Nach ersten Schätzungen machen die Deutschen für das Silvesterfeuerwerk wieder mehr als 110 Millionen Euro locker. Ein vollständiges Verbot von Privatfeuerwerk besteht bei großen Menschenansammlungen, zum Beispiel in Berlin rund um das Brandenburger Tor.

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