Wer weiß schon genau, wie er seine Freizeit am besten gestalten kann? Am Ende landet man nach getaner Arbeit dann doch wieder vor dem Fernseher oder dem Computer. Dabei hat die Stadt doch so viel zu bieten. Ob Sport, Musik oder Kultur - angeboten wird genug in Coburg. Aber was tun, wenn es keiner wahrnimmt, oder sogar keiner kennt? Diese Frage stellte sich auch Alexander Müller vom Stadtjugendring. Beantworten will er sie mit einem "Markt der Möglichkeiten", der am Sonntag, dem 17. April stattfindet.

Coburg mache viel im Jugend- und Freizeitbereich, sagt er, nur werde es noch zu wenig wahrgenommen. Schon bei der letzten Jahreshauptversammlung hatten sich Mitglieder gewünscht, dies den Einwohnern besser zu zeigen. Einwohner, das sind für ihn alle Coburger, jeden Alters. Sowohl die Alteingesessenen, die schon seit Jahrzehnten ihre Bratwurst genüsslich am Marktplatz verzehren, als auch die Neubürger, wie etwa die vielen Studenten.


Auch Flüchtlinge sind eingeladen

"Man könnte sagen, dass auch Flüchtlinge Neubürger sind, da einige sicher bleiben werden", fügt Coburgs dritter Bürgermeister Thomas Nowak hinzu. Daher sind die Organisatoren auch gezielt auf sie zugegangen und haben sie eingeladen, denn auch sie könnten Anschluss finden, wenn sie sich in Vereinen engagieren. Das Angebot gelte für alle, betont Nowak: "Es darf weder soziale noch andere Ungerechtigkeiten geben."

Wie wird dieser Markt aussehen? Es sei eher wie eine Messe, meint Müller. Die aktuell 47 Teilnehmer haben Stände, mit denen sie sich präsentieren. Mal eher sachlich und mal laden sie auch zum Mitmachen ein. Die Feuerwehrjugend will ihre Fahrzeuge vorstellen und auf der Bühne zeigen Musikvereine, warum es sich lohnt ein Instrument zu lernen. Außerdem gibt es eine Verlosung.

Der Bund hielt den Markt jedenfalls schon für eine gute Idee und beteiligte sich mit 5000 Euro an den Kosten. Den Rest beglichen der Bayerische Jugendring und einige Spenden, sagt Franziska Bartl von "Demokratie leben", denn der Eintritt ist gratis. Übrigens sucht Müller noch weiter nach Teilnehmern für den Markt. Aber er wünscht sich auch noch Dolmetscher für die Flüchtlinge oder jeden, der sonst noch beim Projekt aktiv werden will. Interessenten wenden sich an den Stadtjugendring unter 09561/70575-0.