Großheirath
Probleme

Warum die Dorferneuerung in Rossach ins Stocken geraten ist

Der Gemeinderat Großheirath beschäftigte sich mit zwei großen Themen: der Schülerbeförderung und dem teuren Kelterhaus in Rossach. Im zweiten Fall machen die immensen Kosten Sorgen, im ersten Fall geht es um etliche Zumutungen.
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Der Dorfplatz mit dem Kelterhaus (links) und dem Brauhaus ist einer der wichtigsten Posten bei der Rossacher Dorferneuerung. Allerdings bereiten die Kosten für die Sanierung des Kelterhauses dem Gemeinderat einiges an Kopfzerbrechen.  Foto: Berthold Köhler
Der Dorfplatz mit dem Kelterhaus (links) und dem Brauhaus ist einer der wichtigsten Posten bei der Rossacher Dorferneuerung. Allerdings bereiten die Kosten für die Sanierung des Kelterhauses dem Gemeinderat einiges an Kopfzerbrechen. Foto: Berthold Köhler
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So richtig in die Gänge kommt die Dorferneuerung Rossach zurzeit nicht. Nachdem vom Architekten die nochmalige Planung des Kelterhauses in Absprache mit den Anliegern bei der Gemeinderatssitzung vorgestellt wurde, kamen Bedenken bei den Räten in Bezug auf die Kosten auf. Sie monierten insbesondere die Kostenschätzung Kelterhaus von 172 000 Euro, wobei ursprünglich von 140 000 Euro ausgegangen wurde. Hinzu könnten, so Bürgermeister Udo Siegel (CSU/BB), erforderliche Kanalerneuerungen in diesem Bereich kommen, was zu einer weiteren Ausweitung der Kosten führe.

Der Gemeinderat stimmte zwar der geänderten Hochbaumaßnahme Kelterhaus grundsätzlich zu, beauftragte jedoch den Architekten, nach Sparmöglichkeiten zu suchen, damit der Gesamtkostenrahmen von einer Million Euro, wovon die Gemeinde unter Berücksichtigung der Förderung die Hälfte tragen wird, nicht überschritten wird.
Problematisch sei obendrein, so Gemeinderat Gerhard Ehrlich (CSU/BB), dass die geplante Straßenausbaubreite im Bereich Kelterhaus einen Begegnungsverkehr mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Lkw erschwere.

Leistner: Alles reduzieren

In der langen und durchaus sachlichen Diskussion brachte es Gemeinderat Frank Leistner (FW) auf den Punkt: "Es ist in allen Bereichen zu reduzieren." "Kosten von 172 000 Euro erschlagen uns", fügte Udo Siegel hinzu, und Gemeinderat Wolfgang Schultheiß (parteilos) stellte einen Abriss und Neubau in den Raum, da dies billiger sein könnte, denn "die jetzige Planung ist ein Luxusbau".

Gemeinderat Oliver Göckel (FW) wollte wissen, ob Eigenleistungen der Rossacher eingebracht werden könnten. Das verneinte der Architekt, allerdings wies er darauf hin, dass Wünsche der Dorfgemeinschaft als Eigentümer des Keltergebäudes zu den Kostensteigerungen führten. Schließlich war man sich einig, sich nochmals vor Ort der Probleme anzunehmen.

Die Busfahrzeigen passen nicht

Die Schülerbeförderung zwischen Großheirath und Coburg durch den Landkreis schmeckt dem Gemeinderat nicht. Bürgermeister und Verwaltung wurden beschlussmäßig aufgrund eines Antrages der FW beauftragt, mit den zuständigen Stellen Verhandlungen zu führen, um eine Verbesserung zu erreichen. Auch Landrat Busch soll eingeschaltet werden. Dabei soll untersucht werden, wie eine Optimierung unter Einbeziehung der Unterrichtszeiten erreicht werden kann. Die FW verlangte, dass bis spätestens September 2014 dem Gemeinderat das Verhandlungsergebnis vorzulegen sei.

Zum einen wird die Abwicklung des morgendlichen Schülerverkehrs ab Rossach Richtung Coburg moniert. Der Bus um 6.50 Uhr sei schwach frequentiert, da die Abfahrtszeit zu bald sei. Deshalb brächten die Eltern ihre Kinder nach Großheirath. Die Folge sei, dass der dortige Bus total überfüllt ist. Des Weiteren soll die Schülerbeförderung nach Coburg aus den Eigensdörfer zum Wohle der Kinder geändert werden, denn es wird ihnen zugemutet, dass der Bus bereits ab 6.41 losfährt, kurz nach 7 Uhr in Coburg ankommt und dann fast eine Stunde auf den Unterrichtsbeginn zu warten ist.

Kommt auf den Prüfstand

Auch der Schülerverkehr in Richtung Großheirath soll auf den Prüfstand kommen. Bis zum Ende des vergangenen Schuljahres verkehrten nach Ende der 6.Schulstunde zwei Busse. Beide waren stark frequentiert. Ab Schuljahr 2013/14 verkehrt ab 13.40 Uhr nur noch einer. Bereits ab Angerhalterstelle ist der Bus derart überfüllt, dass regelmäßig keine Kinder mehr zusteigen können. Die nächste Fahrtmöglichkeit ergibt sich erst um 15.38 Uhr. Ein weiteres Problem besteht nach Ende der 5. Stunde um 12.15 Uhr. Der Bus um 12.20 Uhr kann nicht erreicht werden, da die Zeit für den Fußweg zur Haltestelle nicht berücksichtigt ist. Nach der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2013 wurden seitens des Gemeinderates gegen das Zahlenwerk keine Einwände erhoben und Bürgermeister und Verwaltung entlastet.

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