Coburg
Bilanz

Waldbauern des Coburger Lands knackten im vergangenen Jahr die Million

Auf ein außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 kann die Waldbauernvereinigung Coburg Land zurückblicken.
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Julia Raab
Foto: Julia Raab
In nahezu allen Bereichen konnten Zuwächse verzeichnet werden. Bei der Holzvermarktung wurde das Verkaufsvolumen um circa 1100 auf rund 14.500 Festmeter gesteigert. Daraus resultierte ein Bruttogesamtumsatz von 1,08 Millionen Euro. Das teilte WBV-Geschäftsführer Manfred Herter bei der Hauptversammlung des Vereins in Beiersdorf mit.

Herausragend, so Herter, sei die Holzsubmission 2016/2017 verlaufen. Der erzielte Gesamterlös belief sich auf rund 167.417 Euro. Herter: "Das war der bislang höchste Erlös aller unserer Submissionen seit Beginn 2001." Zurückzuführen sei dies unter anderem auf die sehr gute Holzqualität der angebotenen Eichen, Kiefern und Fichten. Dadurch seien im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Erlöse erzielt worden. Bei Eiche zum Beispiel 543,92 Euro, was einer Steigerung vom 80 Euro pro Festmeter entspricht. Bei Bergahorn waren es sogar rund 110 Euro pro Festmeter. Anders hingegen bei Buntlaubholzarten wie etwa Birke und Erle, wo der Durchschnittserlös deutlich abgefallen sei.


Zahl der Mitglieder steigt

Positiv ist das Geschäftsjahr 2016 für die Waldbauernvereinigung Coburg Land auch im Hinblick auf die Mitgliederentwicklung verlaufen. Mit 27 Neuzugängen bei zehn Löschungen hat die WBV inzwischen 896 Mitglieder. Damit ist die Fläche der von den WBV-Mitgliedern bewirtschafteten Waldfläche um 41 auf rund 12.650 Hektar gestiegen.

Darunter befinden sich 3193 Hektar Kommunalwald von 15 Gemeinden und Städten in Coburg Land und Thüringen, 2907 Hektar von 37 altrechtlichen Körperschaften und Korporationen, der Staatswald im Park Rosenau mit 36 Hektar sowie 2633 Hektar von acht Großprivatwaldbesitzern.


Meistens Kleinwaldbesitzer

Der Löwenanteil der WBV-Mitglieder sind 835 Kleinprivatwaldbesitzer, die 3881 Hektar einbringen. Wobei es, wie WBV-Vorsitzender Wolfgang Schultheiß hervorhob, im Einzugsgebiet der Vereinigung rund 3000 weitere Waldbesitzer gibt, die noch nicht Mitglieder der Waldbauernvereinigung sind. Es ist also noch Luft nach oben.
"Wir wenden uns nicht gegen Naturschutz", führte WBV-Vorsitzender Wolfgang Schultheiß in Bezug auf von verschiedenen Seiten erhobene Kritik an der Waldwirtschaft aus.


Kritik am Bund Naturschutz

Insbesondere sprach er in diesem Zusammenhang den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland an, dem er vorhielt, öffentlichkeitswirksam "mal 100 Bäume" zu pflanzen, während die Waldbauern den Wald nachhaltig bewirtschafteten und pflegten. Dies werde nicht zuletzt durch die Tatsache belegt, dass 87 Mitglieder der WBV Coburg Land allein im Jahr 2016 rund 48.500 Forstpflanzen zum Erhalt ihrer Wälder gesetzt hatten.

Nachdem die anwesenden Mitglieder den Kassen- und Geschäftsbericht gehört und einstimmig Entlastung gewährt hatten, hielt der Geschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung in Bayern, Jochen Winning, einen Fachvortrag zur "Struktur der Holz- und Sägeindustrie".

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren