Coburg

"Vocalensemble Coburg" begeistert in der Morizkirche

So feierte das "Vocalensemble" unter Stefanie Berg sein 20-jähriges Bestehen mit einem begeisternden Konzert vor großem Publikum in der Morizkirche.
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Ausgefeilte Choreografien sind ein Markenzeichen bei Auftritten des "Vocalensembles Coburg". Foto: Albert Höchstädter
Ausgefeilte Choreografien sind ein Markenzeichen bei Auftritten des "Vocalensembles Coburg". Foto: Albert Höchstädter
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Es war das Jahr 1996, als Alina und Uwe Friedrich das "Vocalensemble" als überregionalen Jugendchor im Sängerkreis Coburg-Kronach-Lichtenfels gründeten. Er konnte bereits in den Folgejahren große Erfolge mit Musicalgalas erzielen. Von 2001 bis 2004 folgte Jochen Kästner als musikalischer Leiter nach und seit 2004 ist die Musiklehrerin Stefanie Berg das musikalische Oberhaupt des Ensembles.


Als gemischter Chor gegründet


Sie hat nicht nur vielbeachtete Konzerte in Kirchen und Sälen veranstaltet, sondern auch 2006 einen Choraustausch mit Tschechien getätigt, mehrere CDs produziert und 2015 ein Gemeinschaftskonzert mit dem Bayerischen Lehrerchor in der Heilig Kreuz-Kirche organisiert.
Neben Stefanie Berg sind noch drei weitere Sängerinnen von Anfang an im Vocalensemble aktiv und wurden während des Konzerts geehrt: Christine Marsoun, Dagmar Roseé und Alexandra Janson. Ursprünglich als gemischter Chor gegründet, hat der Chor sich inzwischen zum reinen Frauenchor gemausert.


Swingende Choreografien

Dies ist nun aber beileibe nicht negativ gemeint. Man hörte bei diesem Konzert 24 gut geschulte, homogene Stimmen mit sauberer Intonation, deutlicher Aussprache, rhythmischer Sicherheit, großer dynamischer Bandbreite und präziser körperlicher Beweglichkeit bei einer Reihe von choreographierten Chorsätzen. Stefanie Berg als "Seele" des Ensembles gefiel durch ihre inspirierende, temperamentvolle Leitung und ihre lockere, humorvolle Moderation.


Chorleiterin Stefanie Berg als stimmkräftige Solistin


Alle zwanzig Programmnummern - zum Teil auswendig gesungen - waren sicher einstudiert und wurden von der Dirigentin, die sich auch als stimmkräftige Solistin bewährte, differenziert gestaltet. Eine dezent begleitende Band mit Matthias Reuß (Keyboard), Max Lachner (Gitarre) und Cornelius Meyer (Schlagzeug) fügte sich gut in den Gesamtklang ein.


Feierlicher Einzug der Sängerinnen


Man hörte durchwegs Highlights aus Film, Musical, Gospel und Pop. Ein feierlicher Einzug der Sängerinnen erfolgte mit dem wirkungsvollen, afrikanisch angehauchten "Adiemus" von Karl Jenkins. Ohrwürmer erklangen wie "You are so beautiful", "Thank you for the music", "Mister Sandman" oder "Heal the world". Als Solistin mit ausdrucksvoller, tragfähiger Stimme bewährte sich Christine Marsoun bei einem Ausschnitt aus "Jesus Christ Superstar" und dem Lied "Kein wahrer Held lebt lang", mit dem an früh verstorbene Popgrößen gedacht wurde.


Gefühlvolles Flötensolo


Swingende Choreografien gab es zu einem Ausschnitt aus "Sister Act", "Glory to his name" und dem Helene Fischer-Song "Phänomen". Ein gefühlvolles Flötensolo hörte man von Simone Gutwein in "You raise me up". Es war insgesamt ein mitreißender Abend, der das Publikum häufig zum Mitklatschen und begeistertem Beifall animierte.


Sechs "Ehemalige" aus Österreich angereist



Zur fälligen Zugabe durften sich sechs "Ehemalige", die teilweise bis aus Österreich angereist waren, dem Chor anschließen und das bekannte "O happy day" mitschmettern. Zum endgültigen Ausklang stimmten Chor und Zuhörer den Geburtstagswunsch "Happy birthday" an. 100-jähriges Bestehen, um einmal die Zelter-Plakette des Sängerbundes zu erhalten, wünschte Uwe Friedrich dem Vocalensemble. Dem kann man sich nur anschließen.
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