Coburg
Richtfest

Verschnaufpause für die Handwerker

Am Albertsplatz beginnt jetzt der letzte Bauabschnitt. Das wurde am Freitag gefeiert. Ein Teil der Wohnungen ist bereits fertig gestellt, die restlichen Gebäude befinden sich im Rohbau. Die Markthalle ist offenbar in trockenen Tüchern.
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Zimmermeister Thorsten Einbecker beim Richtspruch.  Foto: Ulrike Nauer
Zimmermeister Thorsten Einbecker beim Richtspruch. Foto: Ulrike Nauer
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Der erste Blick in die neuen beziehungsweise renovierten Wohnungen am Albertsplatz ist vielversprechend: Hell, freundlich, modern, und wenn die Arbeiten zwischen Ketschengasse, Goethestraße und Casimirstraße dereinst abgeschlossen sind, werden fast alle Wohnungen auch Aussicht ins Grüne haben.

Ein Richtfest markierte am Freitag den Beginn des letzten Bauabschnitts; unter den Gästen auch Bau-Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) sowie die beiden Alt-(Ober)bürgermeister Norbert Kastner und Hans-Heinrich Ulmann, die die Sanierung der Ketschenvorstadt seinerzeit mit auf den Weg gebracht hatten. Den Segensspruch für die Baustelle und die weiteren Arbeiten trug Zimmermeister Thorsten Einbecker vom First des Reihenhaus-Komplexes Kuhgasse 2 vor.
Nach Gerhard Ecks Auffassung soll das Richtfest vor allem eine "Verschnaufpause" für die Handwerker sein. Schließlich seien sie es, die bei jeder noch so ungemütlichen Wetterlage auf den Baustellen unterwegs seien, "während wir an unseren Schreibtischen sitzen".

Doch auch die bürokratische Arbeit ist ein wichtiger Baustein bei einem so großen Projekt, etwa, wenn es um Fördergelder geht. "Seit der Aufnahme Coburgs ins Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm ,Städtebaulicher Denkmalschutz‘ 2009 konnten wir für Maßnahmen im Sanierungsgebiet Ketschenvorstadt rund 5,1 Millionen Euro an Finanzhilfen bewilligen", erinnerte Eck. Der Staatsregierung sei es wichtig, die Stadtkerne lebendig und attraktiv zu erhalten. Das lassen sich der Freistaat, der Bund und die EU auch einiges kosten: "Seit 1971 flossen rund 4,7 Milliarden Euro aus deren Mitteln in Sanierungsvorhaben unserer Städte und Gemeinden."

Christian Meyer, dem Geschäftsführer der Projektträgerin Wohnbau Stadt Coburg, macht der schnelle Baufortschritt am Albertsplatz und auch die "sehr konstruktive" Zusammenarbeit mit der Regierung von Oberfranken Mut für das nächste Sanierungsgebiet im Steinweg. Doch erst muss das Quartier am Albertsplatz fertig werden. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung hat der Stadtrat am Donnerstag mit seinem Beschluss getan, auf der Gewerbefläche unter den Gebäuden Albertsplatz 2 und Zinkenwehr 1 eine Markthalle einzurichten. Die Wohnbau habe nun den Auftrag, dies umzusetzen, so Meyer.

Ein Betreiber für die Markthalle scheint bereits gefunden: Werner Häfele, Metzgermeister aus Baden-Württemberg, betreibt bereits sehr erfolgreich zwei Markthallen in Esslingen und Winnenden, und kennt die Region Coburg sehr gut. Die Wohnbau sei mit ihm in regelmäßigem Kontakt und wenn Häfele demnächst aus seinem Urlaub zurück sei, werde es voraussichtlich "finale Abstimmungsgespräche" geben, so Christian Meyer.

Auch wenn bisher noch nichts unterschrieben ist, spricht Häfele selbst bereits davon, Anfang Juli 2016 eröffnen zu wollen.
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