Dörfles-Esbach
Prunksitzung

Vereine in Dörfles-Esbach feiern vereint

In Dörfles-Esbach erlebt des Publikum ein vielseitiges Programm. Volker Weigand überzeugt als Bestatter auf Abwegen.
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Tanja Friedel und Volker Weigand führten als Moderatoren durch den Abend, an dem sich alle Vereine aus Dörfles-Esbach beteiligten. Fotos: Peter Nistl
Tanja Friedel und Volker Weigand führten als Moderatoren durch den Abend, an dem sich alle Vereine aus Dörfles-Esbach beteiligten. Fotos: Peter Nistl
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Unter dem Motto "Die Gallier in 1000 und einer Nacht" feierte Dörfles-Esbach den Fasching der Vereine. Es gibt sogar eine Verbindung der kleinen oberfränkische Gemeinde mit dem Dorf der Gallier, die hartnäckig Widerstand gegen Eindringlinge aller Art leisten: Ihre Faschingsveranstaltung wurde ausschließlich von Mitgliedern aus den sieben heimischen Vereinen bestritten. Die Bedeutung seiner Heimat hatte Volker Weigand bereits vor Jahren so beschrieben: "Wir sind zwar ein kleines Dorf, besitzen aber dennoch zwei Vororte: Coburg und Rödental."

Dieses Mal trat Volker Weigand als Bestatter auf und nahm das aktuelle Zeitgeschehen aufs Korn: "Die Krise spüren wir Bestattungsunternehmer auch in unserer Branche", vermeldete er mit traurigem Blick und sandte ein Stoßgebet zum Himmel: "Lieber Gott, erhöre mein Flehen, besser ein gesundes Bestattungswesen als ein bestattetes Gesundheitswesen." Über seine Berufswahl berichtete er: "Gelarnt
hou ich ja eichentlich an Börs´nmagler. Dou war ich öber net sou erfolgreich - dou hou ich Kohle zur Asche gemacht. Jetz´ wou ich umg´sattelt hou auf Bestatter mach´ ich Asche zur Kohle."

Zu Meinungsumfragen gab Volker Weigand ebenfalls seine Meinung bekannt: "Ham' Síe scho' ghört: Mit ihrem Doktor sind 92 Prozent der Menschen zufrieden. Der Rest wou' fehlt is' mittlerweile verstorben." Den Weg aus der Krise will er als Bestatter mit neuen Werbemethoden finden: "Mir ham' jetz' an Wohlfühlsarg - innen voll verspiegelt. Da gibt's unter Garantie keinen toten Winkel." Eine von der Weltraumagentur NASA teuer angebotene Bestattung auf dem Erdtrabanten fand Volker Weigand allerdings arg übertrieben: "Dös kann ich Ihnen billicher bieten - in Rödental dou leben´s aa noch hinter´m Mond." Seine persönliche Beziehung zum Tod beschrieb der Bestatter so: "Ich glaub' fest an die Wiedergeburt. Deswegen hab' ich mich im Testament zum Alleinerben eingesetzt."

Ina Zietz mit flottem Auftritt

Als Funkenmariechen eröffnete die zwölfjährige Ina Zietz mit einem flotten und akrobatischen Auftritt den Abend in der Turnhalle der Emil-Fischer-Schule. Die jüngste Mitwirkende zeigte dabei Ausschnitte ihres Könnens, mit dem sie bei den Oberfränkischen Meisterschaften den dritten Platz eroberte.

Zur Unterhaltung trug Volker Weigand auch als Robin Hood bei, der gemeinsam mit Tanja Friedel als Bruder Tuck einen Ritt durch den Sherwood Forest unternahm. Für die entsprechenden Geräusche wie die prasselnden Regentropfen, den pfeifenden Wind, die kreischenden Möwen und den trommelnden Hagelkörnern sollte lautmalerisch das Publikum sorgen. Der lautlos aufsteigende Nebel stiftete dann Verwirrung.

Nur anfangs etwas verwirrt waren die Teilnehmer am lebensgroßen Kreuzworträtsel: Mit Buchstabentafeln an Vorder- und Rückseite ausgerüstet, hieß es für die beiden Teams, rasch die gesuchten Lösungswörter durch richtiges Aufstellen zu bilden. Der Lohn für die Sieger: ein Päckchen Buchstaben-Suppe.
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