Fürth am Berg

Veränderung im Vorstand der Grenzlandschützen Fürth am Berg

Martin Engel zog sich aus dem Vorstand der Grenzlandschützen zurück. Sportlich hat er aber noch viel vor.
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Martin Engel, ein Urgestein der Grenzlandschützen Fürth am Berg, trat nach 26-jähriger Tätigkeit im Vorstand aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl an. Sportlich und als Helfer wird er seinem Verein, dem er seit 45 Jahren angehört, aber weiter zur Seite stehen. Foto: Martin Rebhan
Martin Engel, ein Urgestein der Grenzlandschützen Fürth am Berg, trat nach 26-jähriger Tätigkeit im Vorstand aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl an. Sportlich und als Helfer wird er seinem Verein, dem er seit 45 Jahren angehört, aber weiter zur Seite stehen. Foto: Martin Rebhan
Ein Urgestein der Grenzlandschützen verabschiedete sich nach 26-jähriger durchgehender Tätigkeit aus dem Vorstand des Schützenvereins: Martin Engel. Nach zehn Jahren Jugendleiter, zwölf Jahren Schützenmeister und vier Jahren als Zweiter Vorsitzender stellte er sich nicht mehr zu Wahl. "Meine selbstständige Tätigkeit lässt es aus Zeitgründen einfach nicht mehr zu, dass ich mich einem Amt widme", erklärte Martin Engel bei der Hauptversammlung seinen Rückzug. "Entweder ich mach' was g'scheit oder gar nicht, halbe Sachen mach' ich nicht", brachte er seine Intention auf den Punkt. Als aktiver Schütze und Helfer stehe er selbstverständlich weiter zu "seinen Grenzlandschützen".

Zum Verein kam er 1972 im zarten Alter von zehn Jahren. "Der Schießsport hat mich seitdem nicht mehr losgelassen", schwärmt Engel. Sportlicher Höhepunkt war für ihn der Aufstieg mit der zweiten Mannschaft in die Gauoberliga, den er im letzten Jahr verwirklichen konnte.


Am Neu- und Anbau des Vereinsheims beteiligt

Im Rahmen seiner Tätigkeit im Vorstand des Vereins war er nicht unwesentlich am Neu- und Anbau des Vereinsheims beteiligt. "Es war ein tolles Gefühl, was man erreichen kann, wenn alle zusammenhelfen", sagt Engel. Dem Vorstand, der bei der Versammlung neu gewählt wurde, sagte er zu, weiterhin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Engel: "Ich bin ja nicht aus der Welt."

Der 80 Mitglieder starke Verein kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Einziger Wermutstropfen ist der fehlende Nachwuchs. Die Grenzlandschützen haben nur einen Jugendlichen. Angesichts dessen war es nicht verwunderlich, dass Jugendwart Jürgen Anders keine Euphorie ausstrahlte, auch wenn sein Schützling Christoph Engelhardt bei den Wettbewerben sehr gute Ergebnisse erzielt hat. "Der Negativtrend der letzten Jahre ließ sich nicht stoppen", konstatierte Anders. Ein Patentrezept, um Jugendliche zu gewinnen, gebe es nicht. Jürgen Anders weiter: "Viele haben mal reingeschnuppert, aber dann keine Ausdauer bewiesen." Einen Grund für die "Abbrecher" sieht er darin, dass das Schießen von manchen als eintönig empfunden werde. "Wir bräuchten mehr Charaktere wie Christoph Engelhardt, leider wachsen diese nicht an den Bäumen", stellte der Jugendleiter fest. Deutlich machte er, dass die Nachwuchsförderung im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen müsse.


Sportlich auf hohem Niveau

Laut Schützenmeister Achim Streng bewegen sich die Grenzlandschützen sportlich auf einem hohen Niveau. Ausführlich ging er auf die Gaumeisterschaften ein, bei denen der Schützenverein mit acht Teilnehmern vertreten war. Die Farben der Grenzlandschützen hielten Erwin Röther (Senioren Cm), sowie Thomas Renner, Jürgen Anders und Martin Engel (Mannschaft Altersklasse) als Gaumeister ganz hoch.

Das tolle Ergebnis wurde von Thomas Renner und Jürgen Anders abgerundet, die in ihrer Klasse den 2. und 3. Platz belegten. Neu aufgestellt wurde eine Senioren-Auflage-Mannschaft in der Besetzung Erwin Röther, Norbert Hofmann, Peter Schmidt, die bei den jüngsten Rundenwettkämpfen erstmals an den Start ging. Dass am Ende der 3. Platz heraussprang, war für Achim Streng sehr bemerkenswert. Positives konnte er von der ersten Mannschaft vermelden, die das Ziel, den Klassenerhalt in der Gauoberliga, souverän erreicht hat.


Finanziell gut über die Runden gekommen

Über eine sehr solide finanzielle Lage konnte Schatzmeister Norbert Hofmann die Versammlung informieren. Dass der Verein gut über die Runden kam, ist nach seinen Worten vor allem dem freiwilligen Schankdienst und den Feierlichkeiten zu verdanken, die im Schützenhaus durchgeführt werden. Mit einem positiven Ergebnis schloss auch das letztjährige Schützenfest ab. "Mit über 200 Teilnehmern konnten die Zahlen der Vorjahre gehalten werden", stellte Hofmann fest.

Eine Herkulesaufgabe hatte der Verein mit der Finanzierung des Anbaus am Schießhaus zu bewältigen, der 2003 eingeweiht wurde. Mit Erleichterung konnte Hofmann den Anwesenden sagen: "Wir sind aus den Schulden heraus." Eines stehe bei ihm aber ganz oben und lasse ihn zuversichtlich in die Zukunft blicken: "Der Zusammenhalt im Verein stimmt."


Der neu gewählte Vorstand der Grenzlandschützen

1. Vorsitzender: Michael Fischer, 2. Vorsitzender: Joachim Brehm, 1. Schützenmeister: Achim Streng, 2. Schützenmeister: Timo Gahn, Schatzmeister: Norbert Hofmann, Schriftführer: Thomas Szadzik, 1. Schießwart: Harald Faber, 2. Schießwart: Peter Götz, Vergnügungswart: Joachim Brehm, Deportationswart: Thomas Renner.

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