Coburg
Volleyball

VSG verpasst die Sensation in Düren knapp

In der Volleyball-Bundesliga reichte es für die VSG-Truppe von Trainer Milan Maric überraschend zum ersten Punktgewinn der Saison. Mit 2:3 unterlag der Aufsteiger allerdings beim Tabellenzweiten evivo Düren vor 1625 Zuschauern.
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Der Kampfgeist stimmte bei der VSG Coburg/Grub und deshalb durfte sich das Team auch über zwei Satzgewinne und den ersten Bundesliga-Punkt freuen.
Der Kampfgeist stimmte bei der VSG Coburg/Grub und deshalb durfte sich das Team auch über zwei Satzgewinne und den ersten Bundesliga-Punkt freuen.
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Düren/Coburg — Da ist er, der erste Punkt der VSG Coburg/Grub in der 1. VolleyballBundesliga. Eigentlich hatte man sich schon im Heimspiel gegen die RWE Volleys Bottrop dieses Glücksgefühl erhofft. Wie aber so oft im Sport, kam es auch bei den Vestestädtern anders.
Drei Spiele muss man nun schon auf die Leistungsträger Merten Krüger und Paul Lohrisch verzichten. Dazu kam diesmal auch noch der Ausfall von Kevin Foyer. Trotzdem bot die VSG eine tolle Leistung und verlor nur mit 2:3 beim Tabellenzweiten. Der Lohn: Dafür gibt es den ersten Punkt.
Vor 1625 Zuschauern in der Arena Kreis Düren startete die VSG im 5. Saisonspiel "ohne drei" gegen den derzeitigen Tabellenzweiten und Berlin-Bezwinger evivo Düren.
Das Team von Trainer Milan Maric spielte von Beginn an frei auf und konnte durch eine stabile Annahme durch Nürnberger, Meuter und Libero Beni Kucera überzeugen.
Der 18-jährige Spielmacher Adam Kocian wusste das im ersten Durchgang perfekt auszunutzen und setzte seine Angreifer variabel ein. Ob im Mittelangriff oder über die Außenposition, die VSG-Angreifer konnten ein ums andere Mal den Hammer auspacken und den Ball im gegnerischen Feld einschlagen lassen. Trotz großen Kampfes gelang es Düren in diesem Satz nicht, die Gäste aus Franken an ihrem nächsten Satzgewinn zu hindern.
Im zweiten Satz bot sich ein ähnliches Bild: gute Blockaktionen und hervorragende Feldabwehr auf beiden Seiten. Keine Mannschaft vermochte sich in dieser Phase abzusetzen, und jeder Punkt wurde bejubelt. Gegen Mitte des Satzes verloren die Coburger Volleyballer dann, durch zwei Angriffsfehler und einen Blockpunkt der Hausherren, kurz zum 15:18 den Anschluss.
Daniel Malescha brachte sein Team durch wuchtige Angriffe nochmal zurück in den Satz, doch am Ende konnte Düren mit 25:23 den Satzausgleich schaffen. Wer nun glaubte, das Spiel gehe nun, wie im Heimspiel gegen der VSG Coburg/Grub gegen Berlin, seinen gewohnten Gang und der Favorit aus der Nordeifel würde den Sieg nun locker einfahren, der sah sich getäuscht.
Die VSG kam mit unglaublichem Schwung und Siegeswillen aus der Kabine. Die Aufschläge waren nun eine Waffe und brachten die Annahme der Hausherren gehörig unter Druck. Der Block stand wie eine eiserne Wand und gleich vier Mal konnte man einen gegnerischen Angriff zum Punkt ins Feld blocken. Die Vestestädter um Kapitän Nürnberger spielten nun wie aus einem Guss, und jede Aktion schien zu gelingen.
Am Ende stand ein deutliches 25:18 auf der Anzeigetafel, und der erste Punkt der Saison wurde vom Team und den Verantwortlichen frenetisch bejubelt.
Im vierten Satz dachten sich nun wohl auch die Spieler der VSG "jetzt oder nie" und kämpften um jeden Punkt. Die Partie entwickelte sich zu einem Kopf-an-Kopf Rennen, und bis zum 18:18 konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Als die VSG dann sogar knapp in Führung ging, stand die Tür für einen Auswärtssieg gegen die Dürener schon einen Spalt offen, doch die Qualität und Erfahrung auf Seiten der Hausherren ließen den Spielgewinn nicht zu.
Im Tie-Break erwischte die VSG Coburg/Grub nun einen schlechten Start und lag schnell mit 1:5 Punkten in Rückstand. Zwar kämpfte man sich wieder heran, doch Düren zeigte nun im Angriff eine unglaubliche Effektivität.
Am Ende gab es schließlich doch die fünfte Niederlage im fünften Spiel auf dem Papier. Mit 9:15 hatte man im 5. Satz nun keine Chance mehr gegen den Tabellenzweiten. Als ein Erfolg ist diese Niederlage aber dennoch zu sehen.
Fazit des verletzten Spielmachers Merten Krüger, der vor der Saison aus Düren nach Coburg kam und das Spiel in seiner alten Heimat natürlich mitverfolgte: "Ich denke, dass wir ein super Spiel gemacht haben, und ich kann ohne groß nachzudenken, von der besten Saisonleistung sprechen. Was wir gegen Berlin im 2. Satz zeigten, haben wir heute fast das ganze Spiel abgerufen. Ich denke, dass Düren überrascht war, dass wir trotz meines Ausfalls und des von Paul und Kevin so stark aufgetreten sind." ad



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