Coburg
information

Über dieses Schild schmunzelt Coburg

Voraussichtlich im Frühjahr 2017 zieht die Wohnbau von der Heiligkreuzstraße in das ehemalige Modehaus "Matzer & Worsch" auf der Mauer.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das ist doch mal eine klare Aussage! Die städtische Wohnbau "informiert" über ihren geplanten Umzug ins ehemalige "Matzer & Worsch"-Gebäude auf der Mauer. Foto: Oliver Schmidt
Das ist doch mal eine klare Aussage! Die städtische Wohnbau "informiert" über ihren geplanten Umzug ins ehemalige "Matzer & Worsch"-Gebäude auf der Mauer. Foto: Oliver Schmidt
Die Coburger sind schon ein ungeduldiges Völkchen: Wann eröffnet die Markthalle am Alberstplatz? Wann gibt es einen dauerhaften Mieter fürs "Schlick"-Gebäude? Und: Wann zieht eigentlich die Wohnbau von der Heiligkreuzstraße auf die Mauer um?

Mitte April, also einem halben Jahr, hatte Wohnbau-Chef Christian Meyer verkündet, dass die WSCO - denn die Wohnbau heißt ja mit vollem Namen "Wohnbau- und Stadtentwicklungsgesellschaft Coburg" - auf der Mauer die Räumlichkeiten des ehemaligen Modehauses Matzer & Worsch übernimmt. Auch zum Zeitpunkt sagte Meyer damals etwas: "Etwa in einem Jahr" solle der Umzug erfolgen, also im Frühjahr 2017.

Nichtsdestotrotz haben sich viele Leute, die zur Volksgruppe der ungeduldigen Coburger gehören, in der letzten Zeit gefragt, wann denn endlich wieder Leben "in den Matzer" einkehrt.
Für all diejenigen hat die Wohnbau nun eine kaum zu übersehende Antwort parat: "Wir wissen noch nicht genau, wann wir öffnen - aber es wird pünktlich sein", heißt es auf einem neu errichteten Bauzaun, vor dem bereits viele Passanten schmunzelnd stehen geblieben sind.

Mit dieser Maßnahme wird aber nicht nur versucht, die ständigen Fragen nach dem Zeitpunkt des Umzugs einzudämmen.


Trinkgelage vor den Fenstern

Nach Tageblatt-Informationen gibt es auch noch einen Nebeneffekt. Denn in den vergangenen Wochen ist der Laubengang vor den ehemaligen "Matzer & Worsch"-Schaufenstern zu einem Treffpunkt für Menschen geworden, die gerne schon am helllichten Tag hochprozentige Getränke zu sich nehmen. Mit dem Bauzaun ist der Laubengang nun versperrt, und bis zum Beginn möglicher Umbau- und Sanierungsarbeiten für den künftigen Wohnbau-Sitz können keine (weiteren) Schäden oder Verunreinigungen am Gebäude entstehen.

Der jetzige Wohnbau-Sitz in der Heiligkreuzstraße 26 ist sehr veraltet. Ob das neue Domizil, das über insgesamt 3000 Quadratmeter verfügt, komplett von der Wohnbau genutzt wird, steht indes noch nicht fest. Als Christian Meyer im April die Pläne vorstellte, sprach er davon, bis zu hundert Arbeitsplätze im Gebäude anzusiedeln - rund 70 von der Wohnbau, weitere 30 durch Mieter. Denkbar sei etwa, dass auch Teile der Stadtverwaltung auf die Mauer verlagert werden oder dass Teilflächen an Einzelhändler abgegeben werden.

Ob sich an diesem Stand der Planungen bis heute etwas verändert hat, ist nicht bekannt. Wohnbau-Chef Christian Meyer war am Mittwoch leider nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. So konnte er auch nicht auf die wohl wichtigste Frage eine Antwort geben: Wann zieht eigentlich die Wohnbau auf die Mauer um?
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren