Coburg
Airshow

Über der Veste Coburg: Leidenschaft am Himmel

Der Aero-Club Coburg trotzte dem Wetter und bot ein spektakuläres Programm auf dem Flugplatz Brandensteinsebene
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Bei der Flugshow des Aero-Clubs bereitete sich am Wochenende auch der Deutsche Meister und Vize-Weltmeister im Kunstflug Henry Bohlig auf die Flugvorführungen vor.
Bei der Flugshow des Aero-Clubs bereitete sich am Wochenende auch der Deutsche Meister und Vize-Weltmeister im Kunstflug Henry Bohlig auf die Flugvorführungen vor.
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Spektakuläre Flugvorführungen am Himmel und sensationelle Flugzeuge am Boden gab es am Wochenende auf der Brandensteinsebene zu sehen. Trotz Regengüsse und Nieselregens zog die traditionelle Veranstaltung des Aero-Clubs massenhaft Gäste zum Flugplatz nahe der Veste.
Bereits am Freitagnachmittag kamen die ersten Flieger an: Die Sensation war die Ladung der Transall, die am Wochenende von interessierten Besuchern aus nächster Nähe besichtigt werden konnte. Ob Kinder oder Erwachsene - viele wollten in das Innere des bombastischen Transport- und Frachtflugzeuges der Bundeswehr und vor allem im Cockpit Platz nehmen. So wie Florian und Lisa Kunzelmann mit Töchterchen Alina und Viola Müller, die aus Beiersdorf bei Altenkunstadt nach Coburg gekommen waren und über die vielen Knöpfe, Schalter und Anzeigen staunten.


Hochkarätige Kunstflieger

Auf dem Platz standen historische Flugzeuge, die man normalerweise nicht zu sehen bekommt, zum Beispiel alte Militärmaschinen wie die Yak 11. Wie der Pressewart des Aero-Clubs Rudi Weber erklärte, wurde dieses zweisitzige, sowjetische Flugzeug im Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Mit Spannung erwarteten die Schaulustigen die Airshow am Himmel und dies mit gutem Grund. Denn der Aero-Club hatte hochkarätige Kunstflieger in die Vestestadt geholt.
Mit dabei war Henry Bohlig, der weltweit in Fliegerkreisen bekannt ist. "Wir holen uns internationale Größen nach Coburg, die richtig Erfahrung haben", erklärte Weber. Mit Bohlig war der Deutsche Meister und der Vizeweltmeister im Kunstfliegen bereits zum dritten Mal auf der Brandensteinsebene zu Gast. Seine Motorkunstflugmaschine Extra 300 XS habe ein Gewicht von 650 Kilogramm und legte bis zu 420 Stundenkilometer zurück, erklärte Bohlig.


Drehung um 360 Grad

Und: In allen Lagen könne die Maschine fliegen. "Man kann auf dem Kopf fliegen, eine Rolle machen und sich um 360 Grad in einer Sekunde drehen", schwärmte der Kunstflieger, der aus Biberach an der Riß angeflogen kam. "Knapp 50 Minuten fliege ich, mit dem Auto wären es vier Stunden nach Coburg."
Mit einem historischen Segelflugzeug war Christoph Zahn vor Ort. Der DFS Habicht, der 1939 von Hans Jacobs gebaut als volkskunsttaugliches Segelflugzeug konstruiert wurde, konnte nun in Coburg am Himmel bestaunt werden, wo er eine farbige Spur hinterließ. "Das A und O ist bei unseren Shows natürlich die Sicherheit", erklärte Rudi Weber. Dazu gehörten die Wetterbedingungen, aber auch auf gefährliche Manöver in der Luft werde verzichtet.


Eurofighter als Modell

Auch Modellflugzeuge kreisten am Himmel, die Attraktion war Eurofighter Typhoon, den Florian Keilwitz im Maßstab von 1:4 gebaut nachgebaut hat. Das Modell des Bundeswehrkampfjets war am Himmel in Optik und beim Fluggeräusch vom Original kaum zu unterscheiden.
Mit Einbruch der Dämmerung stieg am Hangar am Samstagabend große die "Flieger Party" mit der Kultband "The Silhouettes", eine Pyroshow und ein Nachtdisplay der Modellflughubschrauber waren zudem zu sehen.
Ein Tipp: Die Transall startet am Montag um 10 Uhr an der Brandensteinsebene.

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