Tambach
Saisonstart

Tiernachwuchs erwartet die Besucher im Wildpark Schloss Tambach

Im Wildpark Schloss Tambach gibt es derzeit viele Jungtiere. Für ein weibliches Elchkalb können die Tageblatt-Leser einen Namen aussuchen.
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Wie soll das Elchmädchen heißen? Vorschläge können per E-Mail ans Coburger Tageblatt geschickt werden! Fotos: Bettina Knauth
Wie soll das Elchmädchen heißen? Vorschläge können per E-Mail ans Coburger Tageblatt geschickt werden! Fotos: Bettina Knauth
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Frühlingserwachen im Wildpark Schloss Tambach: Im Gehege der Vierhornschafe tummeln sich fünf kleine Lämmer, die Ziegen können bereits sechs Jungtiere in ihrer Mitte begrüßen und unter den Wildrindern zupft ein kleines Kälbchen Gras aus der Winterkoppel. Krokusse blühen und auch die Narzissen haben überall im Park bereits ihre Köpfe aus dem Boden gesteckt.

"Wir sind bereit für unsere Besucher", sagt Heinrich Graf zu Ortenburg, dessen Familie den heute 50 Hektar großen Wildpark 1969 ins Leben rief. Seit 15. März ist die neue Hauptsaison im Gange, Flugvorführungen des Bayerischen Jagdfalkenhofs, Führungen und Schaufütterungen, zum Beispiel der 21 Wölfe und vier Luchse, finden wieder statt.

Jungtier als Ersatz für gestorbene Elchkuh

Auch Elchbulle Knut hat neue Gesellschaft bekommen.
Vom Wildpark Suhl ist vor anderthalb Wochen ein weibliches Elchkalb in Tambach eingetroffen. Das Jungtier soll die Elchkuh ersetzen, die im letzten Jahr starb. "Leider ist die Haltung der Elche sehr problematisch", bedauert Graf zu Ortenburg, denn Elche seien sehr anfällig für Parasiten und Erkältungen. Die Vertreter der größten Hirschart benötigten zudem eine spezielle und energiereiche Nahrung: Äpfel und Karotten fressen Elche ebenso wie ein besonderes Fertigfutter, "Elchpellets" genannt, und frische Triebe von vielen Ästen und Zweigen. Gern ernähren sie sich auch von See- und Wasserpflanzen, "die es hier aber nicht gibt", wie der Parkinhaber berichtet. Gras fressen die Elche nicht.

Noch etwas scheu

Noch ist der Neuzugang scheu, das Jungtier versteckt sich im hinteren Teil des Geheges. Einen Namen hat das Kalb auch noch nicht, weshalb der Graf die Tageblatt-Leser um Mithilfe bittet (siehe Kasten). Da Elchkühe "ganz schwer zu bekommen sind", wie er sagt, freut sich Heinrich zu Ortenburg besonders über den Neuzugang. Männliche Tiere hätte er leichter bekommen, doch hofft er, dass ein weibliches Jungtier vom Elchbullen besser akzeptiert wird.

Weiterer Nachwuchs wird erwartet: "Zunächst sind die Ziegen und Schafe dran", erklärt Tierpflegerin Nicole Seifferth. Erst am vergangenen Wochenende wurden drei der Lämmer geboren. Mufflon und Wildschweine werden in Kürze folgen. "Wir warten stündlich auf die Frischlinge", berichtet Seifferth. Für Juni und Juli stehe dann auch beim Rotwild Nachwuchs an. Nachdem das kurze Frühjahr im Vorjahr "die Besucherzahlen etwas verhagelt hat", hofft Heinrich zu Ortenburg heuer auf besseren Zuspruch.

Renoviert und neu bepflanzt

Jetzt, zu Beginn der neuen Saison, werden noch Restarbeiten erledigt. Über 20 000 Narzissen hat Annette Gräfin zu Ortenburg gepflanzt. Auch rund um den Inselteich, zu dem eine neue Brücke mit Geländer führt, ist ein Blumenteppich entstanden. Nach der kompletten Renovierung des Hasen- und Meerschweinchen-Geheges haben dort unter der Voliere auch Agapornis eine neue Heimat gefunden. Die kleinen afrikanischen Papageien werden wegen ihrer starken Paarbindung auch "Unzertrennliche" genannt.

Bis zum 2. November stehen im Wildpark zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm. Zu den regelmäßigen Vollmondführungen, Sonderführungen zu den Jungtieren, morgendlichen Exkursionen, Photoworkshops und dem "Heulen mit den Wölfen" kommen jahreszeitliche Sonderaktionen wie Osterfest (20. April), Schafschur der Jakobsschafe (18. Mai), Sonderführungen zu Elch und Wisent an Christi Himmelfahrt (29. Mai) und Pfingstmontag (9. Juni), Wildparkfest (7. September), Rotwildwochenenden zur Hirschbrunft (im Oktober), Halloween (26. Oktober) und spezielle Fütterungen von Wolf und Luchs an den Adventswochenenden. Angebote für Kinder wie etwa das Schnupperangeln ergänzen das Programm.

Name fürs Elchkalb gesucht

Wer eine Idee hat, wie das weibliche Tier heißen soll, kann seinen Vorschlag per E-Mail an das Coburger Tageblatt schicken: verlosung.coburg@infranken.de . Einsendeschluss ist Montag, 31. März. Die Gewinner werden benachrichtigt.

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