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Herreth
Verkehr

Tempolimit wird in Herreth schlicht ignoriert

Als "unzumutbar" kritisierten Bewohner Herreths die Verkehrszustände auf der Durchgangsstraße. Sie verwiesen bei der Bürgerversammlung auf rund 12 600 Kraftwagen, die binnen drei Wochen den Ort passierten, mit Durchschnittstempo 56 bei erlaubten 30.
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Kontrollen seien dort schlicht zu selten, so der gemeinsame Tenor. Noch intensiver gestalten sich die Zustände in der verkehrsberuhigten Straße "Mühl äcker", wo von 200 Fahrzeugen mehr als ein Viertel die "Schrittgeschwindigkeit" ignorierten. Ein Autofahrer hatte sogar Tempo 50 auf dem Tacho. Bürgermeister Werner Thomas (SPD) sicherte zu, diese Missstände in Kürze mit dem Verkehrsbeauftragten der Polizei zu besprechen und auf Besserung zu drängen.

Weiterhin brachte das Thema "Hunde- und Katzenkot" die Gemüter der Teilnehmer in Wallung. Sogar die bereits vor Jahren geäußerte Idee lebte wieder auf, eine kommunale Steuer zu erheben, weil auch Pferde feuchte Wiesen und Feldwege zertrampeln und obendrein Rossäpfel hinterlassen. Der Bürgermeister dazu: "Darunter sind aber viele "Wanderreiter", die nur schwer zu orten sind."

Ein weiterer Wunsch lautete, vor jeder Beerdigung solle ein Mitarbeiter der Verwaltung darüber wachen, dass das ausgehobene Grab genau in der Fluchtlinie anderer, bereits vorhandener Gräber liege; als ein anwesender Gemeinderat dieses Ansinnen als deutlich überzogen bezeichnete, lautete ein Zwischenruf: "Dazu haben wir dich doch gewählt!"

Harry Göckel (Herreth) ersuchte alle, die Einfluss aufs kommunale Geschehen haben, sich keinesfalls von Trägern öffentlicher Bauvorhaben zu Richtfesten oder "Tunneldurchstichen" einladen zu lassen; da bliebe immer ein Verdacht späterer oder früherer Vorteilsnahme.

Thomas versicherte, Einladungen noch nie genutzt zu haben, die den üblichen kleinen Rahmen sprengen; es gehöre aber durchaus zum guten Ton, Handwerker, Planer und Behördenvertreter einzuladen, wenn ein von ihnen initiiertes Werk erfolgreich abgeschlossen sei.

In einer Vorschau gab der Bürgermeister bekannt, dass im laufenden Jahr im Bereich der Orte Schottenstein und Gleußen zwei neue Brückenbauten geplant sind. qrt

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