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Coburg
Coburger Convent

Stipendien für vier Coburger Schüler

Beim Stadtempfang im Coburger Rathaus wurden CC-Stipendien vergeben, kleine Spitzen ausgeteilt, aber auch Spenden überreicht und Verdienste gewürdigt.
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Wolf Honigmann vergab vier CC-Stipendien an Johanna und Tobias Schrimpl, Sandy Easton und Jakob Münch (von links). Fotos: Ulrike Nauer
Wolf Honigmann vergab vier CC-Stipendien an Johanna und Tobias Schrimpl, Sandy Easton und Jakob Münch (von links). Fotos: Ulrike Nauer
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Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) hatte extra seine "Jesuslatschen" zum Stadtempfang am Freitagabend mitgebracht, die ihm der Kongressbeauftragte des Coburger Convents, Hans-Georg Schollmeyer, im vergangenen Jahr in Anspielung auf ein OB-Zitat überreicht hatte. Doch Tessmer kam in diesem Jahr ausnahmsweise halbwegs ungeschoren bei Schollmeyers Rede davon. Der hatte sich stattdessen den Pressesprecher des OB vorgenommen.

Der hatte nämlich die CC-Verantwortlichen ermahnt, weil sie dem Coburger Schutzpatron Mauritius im Internet eine Mütze aufgesetzt hatten. Der CC habe doch niemals vorgehabt, den Coburger Mohr auf Facebook zu "verhunzen", sagte Schollmeyer, gespielt zerknirscht. "Die Mütze ist doch schick! Das wäre doch ein netter Werbegag gewesen." Selbstverständlich sei der Mützen-Mauritius sofort entfernt worden, aber er werde anregen, so Schollmeyer spitz, dass beim Fackelzug um die Gullydeckel herumgelaufen werde, damit der Stadtheilige darauf nicht zu sehr abgenutzt und sein Aussehen dadurch verändert werde.

Zwei kleine Anmerkungen in Richtung OB konnte sich Schollmeyer aber nicht verkneifen: Der Wirbel um die Coburger Bratwurst habe sich ja zum Glück wieder gelegt, so dass der OB als "Gralshüter" der Bratwurst nicht einschreiten musste. Und zweitens habe er mit Erstaunen festgestellt, dass Coburg demnächst eine ISS haben werde - damit ist natürlich nicht die gleichnamige internationale Raumstation gemeint, sondern die Abkürzung für die Interimsspielstätte des Landestheaters.


Ausgezeichnete Schüler

Zum Stadtempfang gehört traditionell auch die Vergabe von CC-Stipendien für besonders erfolgreiche Schüler. Wolf Honigmann, CC-Amtsleiter für Bildung, stellte die vier Gymnasiasten vor, die in diesem Jahr von ihren Schulen für ein CC-Stipendium empfohlen wurden: Johanna Schrimpl (Albertinum), Tobias Schrimpl (Alexandrinum), Sandy Easton (Casimirianum) und Jakob Münch (Ernestinum).

Die vier Schüler gehörten zu den Besten ihres Jahrgangs, ihre Lernmotivation und ihr Leistungswille seien außerordentlich hoch, ihre Arbeitsweise zielorientiert und effektiv, begründete Honigmann die Wahl. Was die vier Geehrten darüber hinaus auszeichne: "Sie verharren nicht im Fachlichen, vielmehr besitzen sie die notwendige Kompetenz des fächerübergreifenden Denkens und Handelns."

Auch stellten sie ihre Fertigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft, etwa als Mentorin oder als Oberstufensprecher, im Schulchor und -orchester oder in der Schauspielgruppe. Alle vier hätten seit Jahren an Bundes- und Landeswettbewerben zum Beispiel für Fremdsprachen, Mathematik und Biologie teilgenommen, an Olympiaden, Jugend forscht, Jugend musiziert, an Seminaren der Hanns-Seidel-Stiftung und natürlich auch an Kursen im Rahmen der Begabten-Förderung. "Ehrenamtlich engagieren sie sich zum Beispiel in der Kirchengemeinde, in Sportvereinen oder als Verkehrskadett", so Honigmann. Auch Pläne fürs Studium gebe es schon: Johanna Schrimpl möchte Anglistik oder Politikwissenschaften studieren, Tobias Schrimpl Maschinenbau, Sandy Easton Wirtschaftsmathematik und Jakob Münch Staatswissenschaften.


Über die Jahre 60 000 Fackeln verteilt

Spenden, Ehrungen und Geschenke gehören ebenso zum Stadtempfang beim Coburger Convent wie die kleinen Spitzen des CC-Kongressbeauftragten Schollmeyer. So hatte die präsidierende Gottinga für elf Coburger Schulen jeweils eine "Märchenkiste" mit pädagogischem Inhalt für den Unterricht mitgebracht. Gottinga-Sprecher Christian Fumfél überreichte eine Box symbolisch an Schulamtsleiter Klaus Anderlik. Hans-Georg Schollmeyer hatte OB Norbert Tessmer eine Tafel Schokolade mitgebracht - selbstverständlich war auch sie ein Symbol: 1000 Euro spendet der CC an die "Coburger Tafel".

Mit dem Ehrenteller "Der Coburger Convent dankt" wurden Philipp Wagner, Peter Engelhardt, Florian Müller, Reiner Müller, Erwin Sauerbrey und Thomas Stellmach ausgezeichnet. Sie unterstützen, teilweise seit Jahrzehnten, den CC - allein bei den Fackelzügen hätten die Helfer über die Jahre fast 60 000 Fackeln verteilt, so Schollmeyer.

Auch OB Tessmer hatte eine Auszeichnung zu vergeben: Er überreichte eine Krawatte in den Coburger Stadtfarben an Heinz Weiß (Borussia Stuttgart). Dieser nehme seit 50 Jahren ununterbrochen am Coburger Convent teil, so Tessmer. Weiß war über die Ehrung angenehm überrascht: "Ich habe das dem OB doch nur mal beiläufig erzählt", sagte Weiß - und fügte schmunzelnd an: "Ab jetzt arbeite ich an den nächsten 50 Jahren."

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