Coburg
Förderung

St. Augustin hat das "große Los" gezogen

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fördert die Sanierung der Koháry-Gruft unter St. Augustin mit 50 000 Euro. Das Geld stammt aus den Überschüssen der Glücksspirale. Lotto Bayern unterstützt damit regelmäßig neben der Wohlfahrtspflege und dem Sport auch den Denkmalschutz.
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50 000 Euro für die aufwendige Sanierung der Koháry-Gruft (von links): Jörg Urban (Lotto Bayern), Dekan Roland Huth, Kirchenpfleger Helmut Kollo und Uwe Franke (DSD).  Fotos: Ulrike Nauer
50 000 Euro für die aufwendige Sanierung der Koháry-Gruft (von links): Jörg Urban (Lotto Bayern), Dekan Roland Huth, Kirchenpfleger Helmut Kollo und Uwe Franke (DSD). Fotos: Ulrike Nauer
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Millionen Lottospieler hoffen jede Woche auf den ganz großen Gewinn bei der Glücksspirale. Wenn es dann klappt, ist die Freude riesig - so auch in St. Augustin. Die katholische Pfarrgemeinde musste für ihren "Gewinn" allerdings gar kein Los kaufen. Sie erhielt am Freitag 50 000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die wiederum zu den Organisationen gehört, die aus den Überschüssen der Glücksspirale bedacht werden.

Das Geld soll für die dringend notwendige Sanierung der Koháry-Gruft unter der Kirche verwendet werden.
In der Gruft ruhen 15 Mitglieder der katholischen Linie des Herzogshauses Sachsen-Coburg und Gotha, darunter auch der Erbauer und Namenspatron der Kirche, Prinz August Viktor. Knapp 150 Jahre nach der Weihe der Kirche ist die Gruft dringend sanierungsbedürftig. Im Raum herrsche ein feuchtes Klima wie im Dampfbad, beschrieb Kirchenpfleger Helmut Kollo bei der symbolischen Scheckübergabe in der Gruft. Durch die Feuchtigkeit haben Wände und Böden gelitten und zeigen Salzausblühungen, Hohlstellen und Risse. Der Terrazzoboden hat sich an manchen Stellen abgehoben und braucht dringend die Hand eines Fachmanns.

Wie eklatant die Schäden sind, habe ein 3-D-Laserscan gezeigt, erläuterte Kollo. Diese hochmoderne Methode erlaube zunächst eine detaillierte Aufstellung der Schäden und - auf dieser Grundlage - auch der Kosten. "Wir haben gemerkt, dass wir es bei der Gruft mit einem erheblichen finanziellen Aufwand zu tun haben", sagte Dekan Roland Huth. Die Kosten bewegen sich im sechsstelligen Bereich, und die Arbeiten seien in den nächsten zwölf Monaten umzusetzen, ergänzte Kollo. Dank der Zuwendung von DSD und Lotto Bayern könne nun schon in der kommenden Woche mit der Sanierung begonnen werden.

Von der Glücksspirale werden neben der DSD auch die Wohlfahrtspflege und der Sport bedacht. 2010 etwa flossen 68 Millionen Euro in gemeinnützige Zwecke. Die DSD ist die größte private Bürgerbewegung im Bereich Denkmalpflege und sehe sich als Ergänzung zur staatlichen Denkmalpflege, erläuterte Uwe Franke, DSD-Ortskurator für Oberfranken. Die 50 000 Euro für St. Augustin seien auch ein "Qualitätsnachweis", so Franke. "Denn wir fördern nur hochwertige Projekte."
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