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Coburg
Statistik

Sorge um viele junge Menschen ohne Job

Die Arbeitsagentur Bamberg-Coburg spricht bereits von einer "Frühjahrsbelebung" . Doch in der Vestestadt sagen die Zahlen noch etwas anderes aus.
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Die Arbeitsagentur spricht von einer "Frühjahrsbelebung", die "an Fahrt aufnehme" - doch zumindest in der Stadt Coburg sagen die Zahlen noch etwas anderes aus: So betrug die Arbeitslosenquote Ende April 6,4 Prozent - zum Vergleich: Im April 2012 lag sie noch bei 5,8 Prozent. Im Landkreis Coburg ist die Verschlechterung gegenüber dem Vorjahresmonat geringer (4,3 gegenüber 4,2 Prozent). Positiver ist die Entwicklung zum Beispiel im Landkreis Bamberg (3,0/3,1). Außerdem lesen sich die Zahlen erfreulicher, wenn man sie mit dem März vergleicht. So verringerte sich demgegenüber im April die Zahl der Arbeitslosen im gesamten Agenturbezirk Bamberg-Coburg um 1225 auf nunmehr 13   540 Personen - das entspricht einer Quote von 4,1 Prozent.
Im März waren es noch 4,5 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent.

Glos: "Positive Dynamik"

Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, wird in einer Stellungnahme mit diesen Worten zitiert: "Wir müssen zwar gegenüber dem Vorjahresmonat einen Anstieg der Arbeitslosigkeit hinnehmen, aber dennoch zeigt unser regionaler Arbeitsmarkt eine robuste Verfassung. Der Zugang an Arbeitslosen aus Erwerbstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr sogar um fast sieben Prozent verringert, und andererseits ist es vier Prozent mehr beschäftigungslosen Personen gelungen, ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu beenden. Dies ist eine recht positive Dynamik."

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei den Personengruppen sei sehr unterschiedlich. Erfreulicherweise verringere sich die Arbeitslosigkeit bei schwerbehinderten Menschen gegenüber dem Vorjahresmonat um fast vier Prozent. Die Situation bei der Gruppe der 15- bis 25-Jährigen sei dagegen "eher ungünstig", denn hier gab es einen Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent. Darunter seien gut ausgebildete junge Leute, aber auch Ausbildungsabbrecher. "Hier appelliere ich an die Personalverantwortlichen, gemeinsam mit uns, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Chancen dieser jungen Leute zu verbessern", so Brigitte Glos.

Ein Charakteristikum des hiesigen Arbeitsmarktes sei auch die Tatsache, dass Frauen von der konjunkturellen Arbeitslosigkeit weniger betroffen sind. Gegenüber April letzten Jahres stieg die Arbeitslosigkeit bei den Frauen um 0,6 Prozent, bei den Männer um 9,3 Prozent.

Und noch ein paar ganz konkrete Zahlen: Im Stadtgebiet Coburg verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im April um 31 auf 1386. Die Arbeitgeber meldeten 131 Stellen, was einer Abnahme gegenüber dem Vorjahresmonat von fast 27 Prozent entspricht. Im Pflegebereich gab es eine unverändert hohe Nachfrage nach Fachkräften. Unverändert hoch blieb auch die Nachfrage nach Steuerfachkräften mit speziellen Branchenkenntnissen.
Im Landkreis Coburg reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 92 auf 2111. ct

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