Meeder

So besingt Meeder den Frieden

Seit mehr als dreieinhalb Jahrhundert hat sich in Meeder eine außergewöhnliche Tradition bewahrt - das Friedensdankfest. Erinnert wird damit an das Ende des Dreißigjährgen Krieges. Dazu gestaltete der Laurentiuskirche ein besonderes Konzert.
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Der Laurentiuschor Meeder gestaltete ein Konzert zum Friedensdankfest. Foto: Jochen Berger
Der Laurentiuschor Meeder gestaltete ein Konzert zum Friedensdankfest. Foto: Jochen Berger
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Felix Mendelssohn Bartholdy liefert das klingende Motto dieses besonderen Konzerts. "Verleih uns Frieden gnädiglich" singt der Laurentiuschor Meeder. Dieser Chorsatz ist mit Bedacht ausgewählt am Vorabend des Friedensdankfestes, das in Meeder seit mehr als dreieinhalb Jahrhunderten gefeiert wird. Zum 364. Friedensdankfest hat Chorleiter Gary O"Connell ein Programm zusammen gestellt, das vor Ohren führt, wie die Sehnsucht nach Frieden Dichter und Komponisten immer wieder zu Versen und besonders eindringlichen Versen und Melodien inspiriert hat.


Julias Lucas als Solistin


Solistische Unterstützung bekommt der Laurentiuschor Meeder an diesem Abend durch die Sopranistin Julia Lucas, die mit ihrer schlank geführten zunächst bei zwei Stücken von Henry Purcell überzeugt, darunter "Music for a while". Sicheres Stilgefühl beweist sie aber auch bei zwei romantischen Kompositionen
- Mendelssohns Arie "Jerusalem" aus dem Oratorium "Paulus" und einem biblischen Lied von Dvorák. An Orgel und E-Piano bewährt sich dabei Gary O"Connell als ebenso dezent wie aufmerksam agierender Begleiter.


Beflügelt von Chorleiter Gary O'Connell


Und als Chorleiter demonstriert Gary O"Connell sein Geschick, die ausgewählten Werke gestalterisch lebendig auszuformen. Das gilt für Choralsätze von Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach ebenso wie für Chorsätze von Mendelssohn. Der Laurentiuschor Meeder lässt sich von O'Connells Dirigat hörbar beflügeln, folgt den gestalterischen Impulsen seines Chorleiters stets konzentriert und aufmerksam.


Beachtliche Klangfülle


Dabei entfaltet der Laurentiuschor eine beachtliche Klangfülle und überzeugt auch durch seinen dynamisch lebendig differenzierten Vortrag.


Besonders eindringlich gerät Anton Bruckners Motette "Locus iste". Aber auch zwei Stücke des für seine eingängigen Kompositionen bekannten britischen Chorleiters John Rutter gelingen dem Laurentiuschor überzeugend.


Am Ende gibt es reichlich Beifall der zahlreichen Zuhörer für alle Interpreten und noch eine solistische Zugabe mit der Sopranistin Julia Lucas.

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