Coburg
Interview

Shelly, der schöne Stress und die Creme

Shelly Phillips aus Coburg steht im Halbfinale von "Unser Star für Baku". In einer ersten Zwischenbilanz dankt die 20-Jährige vor allem ihren Fans - und verrät ein Frisier-Geheimnis.
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Shelly hat in den vergangenen Wochen auch optisch einen Wandlungsprozess durchgemacht. Aus der kleinen, ungeschminkten Göre ist inzwischen eine Frau geworden, die ein Millionenpublikum verzaubern kann. Fotos: Willi Weber/NDR
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Das Abstimmungsergebnis war knapp - und die Nacht äußerst kurz. Nachdem sich Shelly Phillips am Donnerstagabend gegen 22.10 als vierte und letzte Kandidatin fürs Halbfinale von "Unser Star für Baku" qualifiziert hatte, folgte noch ein Live-Auftritt in der Sendung "TV Total" von Stefan Raab. Erst irgendwann nach 1 Uhr nachts konnte sich Shelly Phillips zurückziehen und schlafen - bis es am Freitagmorgen, 8 Uhr, auch schon wieder los ging mit Interviews, die sie fast alle telefonisch von Köln aus führte.

infranken.de: Shelly, bist Du eigentlich schon wieder fit?!
Shelly (lacht): Nein!

Und zum Ausruhen bleibt wahrscheinlich kaum Zeit. Bereits am Montag steigt das Halbfinale, und bis dahin musst Du zwei weitere Lieder einstudieren.
Ja, das ist Stress, und ich fühle mich auch ziemlich ausgesogen. Aber: Es ist auch schöner Stress. Wir werden heute Nachmittag besprechen, welche Lieder ich am Montag singe. Ich freue mich aber auch darauf, wenn ich am Samstagnachmittag mal etwas Freizeit habe.

Was wirst Du dann machen?
Ich werde mir wieder Köln reinziehen und coole Läden suchen.

Was ist für Dich ein cooler Laden?
Zum Beispiel so einer, in dem ich eine Nintendo-Kette finde, wie ich sie bei meinem ersten Fernsehauftritt umhängen hatte.

In Coburg verkauft jetzt ein Laden Shelly-Fan-T-Shirts!
Das finde ich total süß! Eine coole Idee von den Jungs. Ich selbst habe auch schon eins - allerdings steht auf dem nicht mein Namen drauf. Das wäre vielleicht bisschen blöd.

Es fällt auf, dass sich Dein Outfit in den vergangenen Wochen sehr verändert hat. Jury-Präsident Thomas D. beschrieb das in der dritten Sendung so, dass erstmals keine Göre mehr, sondern eine Frau auf der Bühne gestanden habe.
Zunächst mal: Ich lasse mich in nichts hineinzwängen. Aber man bekommt hier eben viele Tipps, was man vielleicht besser machen kann. Und reifetechnisch habe ich hier bereits sehr viel mitgenommen. Deshalb kann ich jetzt auch schon sagen: Egal, was noch kommt, es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Hattest Du Dir zu irgendeinem Zeitpunkt ein Ziel gesetzt, bis wohin Du es schaffen willst? Und: Welche Ziele hast Du noch?
Mein Ziel war es, diese Woche zu überstehen und ins Halbfinale zu kommen. Das habe ich geschafft. Und wie es noch weitergeht? Mal schau'n. Ich glaube, die letzten Abstimmungsergebnisse haben gezeigt, dass es jetzt gar nicht mehr so sehr vom Singen abhängt, sondern stark von der Sympathie.

Viele Menschen in der Stadt und im Landkreis Coburg fiebern mit, wenn Du singst , und stimmen auch fleißig für Dich mit ab - willst Du ihnen gerne irgendetwas sagen?
Ich weiß, dass viele Menschen hinter mir stehen, und das gibt mir einen großen Schub nach vorne. Und mir tut es leid, dass ich mich noch gar nicht für diese tolle Unterstützung revanchieren konnte.

Vielleicht ja mit einem kleinen Frisier-Tipp: Die Frauen in unserer Redaktion rätseln nämlich, ob Dir Deine vielen Locken sehr viel Kummer beziehungsweise Arbeit bereiten oder nicht...
Shelly (lacht sehr laut und sehr lange): Ach, das geht eigentlich ganz einfach: Im Alltag reicht schon etwas Wasser - fertig. Für die Fernsehauftritte braucht's jetzt aber auch immer noch etwas Creme, damit die Haare im starken Scheinwerferlicht nicht so spröde aussehen.

Das Gespräch führte Oliver Schmidt.

Mehr dazu lesen Sie am Samstag im Coburger Tageblatt (Printausgabe)
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