Seßlach, eine Hochburg der guten Laune

Der "Bunte Abend" im Seßlacher Sportheim hinterließ ein begeistertes Publikum. Mia Thein als Tanzmariechen, das Männerballett und das Dietersdorfer Original, Markus Brehm, waren drei der absoluten Höhepunkte.
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Der Publikumsliebling: Tanzmariechen Mia Thein wirbelt geschmeidig und gelenkig über die Bühne. Fotos: Gabi Arnold
Der Publikumsliebling: Tanzmariechen Mia Thein wirbelt geschmeidig und gelenkig über die Bühne. Fotos: Gabi Arnold
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Das Publikum schunkelte, klatschte und trampelte im Takt, zündete symbolisch Raketen, hatte jede Menge zu lachen und feierte ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden. Die Besucher der bunten Abende waren von der ersten Minute hellauf begeistert von dem närrischen Treiben im ausverkauften Sportheim - getreu dem Motto: "Seßlach Helau, wir machen Stimmung wie Sau"
Mittendrin war dabei auch das entzückende Kinderprinzenpaar Elena I. und Linus I. und das Prinzenpaar Julia II. und Oliver I. - Apropos Prinzenpaar: "Wir haben keine Probleme Nachwuchs zu finden", bemerkte Sitzungspräsident Jens Peter Scholz mit einem Augenzwinkern. Rasant ging es in den närrischen Abend: Das erste Highlight gab es gleich zu Beginn, als Markus Brehm im Bademantel mit gehäkelter Badekappe und der Gitarre unter dem Arm auf die Bühne trat. Der Dietersdorfer Metzgermeister entführte mit derbem Humor ins Thermalbad.
Freilich hatte er die Hommage auf die Fleischereifachverkäuferin im Repertoire: "Und zum Abschied schenkt sie mir ne Scheibe Gelbwurst." Das Publikum grölte vor Lachen, besonders als sich Brehm seines Bademantels entledigte.
Geschmeidig und entzückend dagegen war der Auftritt des Tanzmariechens Mia Thein, die viel Applaus erhielt.
In die Bütt stiegen diesmal ohne ihre Mutter Hilde die Brüder Brasch, Manuel und Niklas. Die Jungs nahmen unter anderem den Brückenbau in Dietersdorf aufs Korn. Thema war natürlich auch die bevorstehende Kommunalwahl mit den drei Bürgermeisterkandidaten Berthold Borzcyk, Martin Mittag und Carsten Höllein. " Bei einem kann man den Namen nicht aussprechen, bei dem anderen denkt man ans Essen und der dritte ist so rot wie der Teufel - und der ist in der Hölle ganz allein."
Die "Schickendales" verkündeten, dass ein Hafen nach Seßlach kommt, das Altstadtfest zum Hafenfest wird und die Gaststätten zu Hafenkneipen und in der Wefa werden Schwimmwesten gehäkelt. "Das Planungsfeststellungsverfahren hat der Bürgermeister ratz-fatz durch." Nach zwei Jahren Pause trat Ottmar Höhn als Schmied endlich wieder auf die Bühne, da blieb keine Auge trocken, die Pointen saßen. Alles nahm er auf die Schippe ob Blondinen oder die ehelichen Pflichten. Adele Gromhaus hatte als alterndes Tanzmariechen einen grandiosen Auftritt.
Dann endlich: der heiß ersehnte Auftritt der Seßlacher "Mauerschwälbchen": Das Männerballett tanzte diesmal als sexy Müllmänner zum legendären Joe-Cocker-Song "You can leave your hat on" und ließ die Hüllen fallen. Fast, jedenfalls.

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