Coburg
Bauprojekt

Schwergewichte am Haken sorgen für Aufsehen in Coburg

Am Dienstag wurden die beiden Stahlträger für die neue Dreifachturnhalle geliefert. Der Transport der 75 Tonnen schweren Bauteile war eine Herausforderung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Fast 28 Meter lang und rund 75 Tonnen schwer ist jeder der beiden Spannbeton-Dachbinder der neuen Dreifach-Sporthalle auf dem Ketschenanger. Am Dienstag hievten zwei Autokrane die größten Einzelbauteile der Sporthalle auf die Pfeiler. Foto: Christoph Winter
Fast 28 Meter lang und rund 75 Tonnen schwer ist jeder der beiden Spannbeton-Dachbinder der neuen Dreifach-Sporthalle auf dem Ketschenanger. Am Dienstag hievten zwei Autokrane die größten Einzelbauteile der Sporthalle auf die Pfeiler. Foto: Christoph Winter
+3 Bilder
Die beiden größten Einzelbauteile der neuen Dreifach-Schulsporthalle auf dem Coburger Ketschenanger sind am Dienstag geliefert und sogleich montiert worden. Die beiden fast 28 Meter langen Dachbinder aus Spannbeton werden die Hauptlast des Daches tragen und überragen die gesamte Breite der Halle. "Das ist ein besonderer Tag bei diesem Bauvorhaben", sagte Thorsten Huld vom Hochbauamt der Stadt.

Bereits am Montagabend war das erste der beiden Betonteile vom Fertigteilwerk in Seßlach zur Baustelle an der Karchestraße transportiert worden. Exakt 27,63 Meter lang ist jeder der beiden Dachbinder, die die Form eines umgedrehten U haben. 1,20 Meter breit und zwischen 1,60 und 1,85 Meter hoch sind die Bauteile, wovon jedes 75 Tonnen auf die Waage bringt. Knapp 4,5 Tonnen Stahl sind im Beton verborgen.

Durch die Spannung des Stahls im Beton können die Dachbinder die Weite von fast 28 Metern und damit von allen drei Spielfeldern in der künftigen Sporthalle ohne Stützen überragen.

Tieflader brachten mit Polizeibegleitung die Dachbinder zur Baustelle. Weil die Polizei am Montagabend zunächst Unfälle und einen Geisterfahrer abzuarbeiten hatte, verzögerte sich der abendliche Transport. Dafür aber war das erste Schwergewicht am Dienstag gegen 7.30 Uhr ohne Zeitverzug und flott auf die Stützen des Hallenrohbaues gehoben. Zwei Autokrane nahmen die Dachbinder an die Haken.


Rückwärts durch die Straße

Am Vormittag kam dann der zweite Schwertransport am Ketschenanger an. Die letzten Meter von der Ketschendorfer Straße durch die Karchestraße bis in den Rohbau hinein ging es im Rückwärtsgang.
Bis Weihnachten soll der Rohbau der Sporthalle nach den Worten von Baubürgermeisterin Birgit Weber (CSU) und Thorsten Huld vom Coburger Hochbauamt abgeschlossen sein, um während der Wintermonate mit den Innenausbau voranzutreiben.


Von der Ferne zu sehen

Ab dem Schuljahr 2017/18 sollen dann - wenn alles nach Plan verläuft - die ersten Coburger Schüler in der neuen Dreifach-Turnhalle Sportunterricht haben und Vereine trainieren. Die Halle wird nach ihrer Fertigstellung acht Meter hoch zu sehen sein.
Durch die tiefe Baugrube befindet sich das Erdgeschoss sozusagen im Keller.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren