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Coburg
Biotop

Schwarzhalstaucher brüten erstmals am Goldbergsee

Das gab es im Coburger Landkreis bisher noch nicht. Erstmals brütet der seltene Schwarzhalstaucher erfolgreich am Goldbergsee. Vogelexperte Norbert Theiss beobachtete den heimlichen Lappentaucher am Biotopsee, wie ein Altvogel ein noch nicht flügges Junges fütterte.
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Der seltene Schwarzhalstaucher ist deutlich kleiner als der Haubentaucher und fällt durch seinen schwarzen Hals und seinen goldgelben Ohrbüschel auf. Das rote Auge und der aufgeworfene Schnabel sind weitere Kennzeichen. Foto: Norbert Theiss
Der seltene Schwarzhalstaucher ist deutlich kleiner als der Haubentaucher und fällt durch seinen schwarzen Hals und seinen goldgelben Ohrbüschel auf. Das rote Auge und der aufgeworfene Schnabel sind weitere Kennzeichen. Foto: Norbert Theiss
"Kaum waren die Vögel am Schilfrand aufgetaucht, so schnell waren sie auch wieder im Schilf verschwunden", berichtet Norbert Theiss.

Der kleine Familienverband dürfte aber in den nächsten Tagen noch am Goldbergsee zu sehen sein.
Überrascht war der Vogelkundler auch deshalb, weil während der Brutsaison nur wenige Beobachtungen von dieser Vogelart gelangen. Gewöhnlich seien am See der Haubentaucher und der kleine Zwergtaucher anzutreffen. Letzterer falle eher durch seinen Balztriller auf, den er während der Brutzeit in den frühen Morgenstunden im Schilf verhören lässt.

Der seltene Schwarzhalstaucher ist deutlich kleiner als der Haubentaucher und fällt durch seinen schwarzen Hals und seinen goldgelben Ohrbüschel auf.
Das rote Auge und der aufgeworfene Schnabel sind weitere Kennzeichen, auf die zu achten ist.

Ein tierischer Neubürger

Im Landkreis Coburg gibt es keine Nachweise von Bruten in den letzten 50 Jahren. Im angrenzenden Landkreis Lichtenfels hat der Vogel vor gut 40 Jahren am Neuensee und vereinzelt am Nassanger Weiher gebrütet. Neuere Bruten sind im Landkreis Bamberg unregelmäßig bekannt geworden. Für die Vogelwelt am Goldbergsee ist der Schwarzhalstaucher ein Neubürger, jedenfalls als Brutvogel.

Regelmäßig an den Karpfenweihern im Aischgrund

Der seltene Taucher liebt es, in der nahen Umgebung der Lachmöwe zu brüten. Dies tut er regelmäßig an den Fischteichen im Aischgrund. Rund um die Mohrhoferweiher kann er zur Brutzeit (Anfang April bis Mitte August) gut beobachtet werden.

Norbert Theiss freut sich jedenfalls über die Neuansiedlung und hofft, dass der seltene Taucher auch in Zukunft am Goldbergsee brütet. Die Hauptnahrung kleine Wasserinsekten und Fische dürften am Biotopsee reichlich vorhanden sein.

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