Coburg

Schlachthof Coburg - Prozess beginnt im Mai

Das Landgericht Coburg beschäftigt sich mit um die Betrügereien mit Ekelfleisch am ehemaligen Schlachthof in Coburg. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunk hat die Kammer die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen.
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Foto: Archiv
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Der Hauptangeschuldigte ist der Geschäftsführer des größten Fleischverarbeitungsbetriebes am Coburger Schlachthof, der Firma Deller Fleisch mit Sitz in Burgpreppach (Kreis Haßberge). Angeklagt werden außerdem der ehemalige Schlachthofleiter, der in Diensten der Stadt Coburg stand, und dessen Frau, die als amtliche Tierärztin im Schlachthof mit tätig war.

Über 21 Tonnen Rindfleisch wurde an Metzger und Gastwirte verkauft, obwohl das Fleisch nicht verkehrsfähig war. Es handelte sich nicht um gesundheitsschädliches Gammelfleisch, die Staatsanwaltschaft hat vor diesem Hintergrund von der Verfolgung zusätzlicher Verstöße gegen das Lebensmittelrecht abgesehen und sich auf den Vorwurf des Betrugs beschränkt.

Als der Skandal 2013 aufflog, wurde der Schlachthof geschlossen.

Die Ermittler werfen den Angeklagten Betrug in mehr als 17.000 Fällen vor. Die Anklage soll nach Informationen des Bayerischen Rundfunks fast 5000 Seiten betragen. Der Prozess soll im Mai beginnen. Dort wird auch bekannt, welche Metzger und Gaststätten das Fleisch gekauft haben. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks sollen diese überwiegend aus Coburg und den umliegenden Landkreisen kommen. van

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