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Scherneck
Neubau

Schernecker wollen neue Brücke über die Itz

Die Sperre eines Privatweges durch die Weidenmühle zwischen Untersiemau und Scherneck (Landkreis Coburg) hat in der Gemeinde die Idee für den Neubau einer Brücke über die Itz reifen lassen. Am Montag soll das Projekt den Bürgern in Scherneck vorgestellt werden.
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Kein Durchkommen: Es ist rechtlich unstrittig, dass der Weg durch die Weidenmühle als Privatgrund gesperrt werden kann. Deshalb überlegt Bürgermeister Rolf Rosenbauer, ob eine neue Brücke über die Itz eine Verbindung zwischen Scherneck und Untersiemau ermöglichen könnte. Foto: Michael Stelzner
Kein Durchkommen: Es ist rechtlich unstrittig, dass der Weg durch die Weidenmühle als Privatgrund gesperrt werden kann. Deshalb überlegt Bürgermeister Rolf Rosenbauer, ob eine neue Brücke über die Itz eine Verbindung zwischen Scherneck und Untersiemau ermöglichen könnte. Foto: Michael Stelzner
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Eine Lösung für die Probleme durch den seit Monaten gesperrten Privatweg über die Weidenmühle Richtung Untersiemau ist in Sicht - es wird aber keine billige Lösung! Wie Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) dem Tageblatt auf Anfrage bestätigte, wird sich der Gemeinderat schon bald über den Bau einer Brücke über die Itz unterhalten. Allerdings stellte der Bürgermeister dazu auch gleich klar: "Wir müssten in diesem Fall mit einer sechsstelligen Summe rechnen."

Dass die neuen Eigentümer der Weidenmühle ihr Grundstücke einfrieden und damit den historisch beliebten Fußweg zwischen Scherneck und Untersiemau sperren dürfen, steht aus rechtlicher Sicht außer Frage. Da hilft es auch nicht, dass die Schernecker dort seit Jahrzehnten ungestört laufen konnten - ein Gewohnheitsrecht erschließt sich daraus nicht. "Es ist ein Privatweg", betonte Rosenbauer, den das Problem mit Weg schon seit geraumer Zeit beschäftigt.


1996 war die Chance noch da

Natürlich haben der Bürgermeister und die Verwaltung nach Lösungen gesucht. Eine Querung auf Höhe der Carl-Mühle war eine Zeit lang als Variante im Gespräch. Allerdings platzte diese, weil keine Einigung mit privaten Grundstückseigentümern erreicht werden konnte. "Letztlich ist an der Itz immer Schluss", sagte Rosenbauer schulterzuckend. Drüben, auf der anderen Itz-Seite wäre das Problem offensichtlich gelöst, denn der Bürgermeister berichtete aus "guten Gesprächen" mit der Weidenmühle-Eigentümerin, dass diese ihren Privatweg im Bereich zwischen der Itz und Untersiemau für eine Nutzung zur Verfügung stellen würde. Deshalb werde die Gemeinde versuchen, eine Querung des Flusses bei der Hirtengasse zu verwirklichen. Dafür ist freilich die Zustimmung des Gemeinderates von Nöten.

Ein bisschen trauerte der Bürgermeister nach Einsicht der gemeindlichen Unterlagen über den Streit um den Weg durch die Weidenmühle einer verpassten Chance aus dem Jahr 1996 nach. Damals hätte nach Abschluss eines Flurbereinigungsverfahrens die Möglichkeit bestanden, den heute gesperrten Weg in die öffentliche Hand zu nehmen. Die Beteiligten am Verfahren entschieden sich allerdings dagegen. "Natürlich auch deshalb, weil damals niemand im Traum daran dachte, dass es da einmal Probleme geben würde", zeigte sich Rosenbauer aber verständnisvoll.


Am Montag wird geredet

Wie es nun weitergehen wird, will der Bürgermeister am kommenden Montag bei einem nichtöffentlichen Gespräch direkt mit den Schernecker Bürgern besprechen. Diese haben sich ohnehin schon mit einer Petition an die Gemeinde gewandt. Auf die reagierte nun Rolf Rosenbauer: "Ich will erst einmal in Ruhe hören, wie die Schernecker die Sache sehen."

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