Rödental
Investition

Rödentaler Kunstrasenplatz ist noch grau

Die Rödentaler Schulsportanlage wird gerade saniert. Am Bau des Kunstrasenplatzes können sich Bürger finanziell als Paten beteiligen.
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Mitglieder des Bausenats machen sich ein Bild vom Fortgang der Arbeiten an der Schulsportanlage von Rödental. Foto: Rainer Lutz
Mitglieder des Bausenats machen sich ein Bild vom Fortgang der Arbeiten an der Schulsportanlage von Rödental. Foto: Rainer Lutz
Viele Jahre lang war die Schulsportanlage der Stadt ein Sorgenkind. Jetzt wird sie aufpoliert. Zurzeit wird mit viel Aufwand ein Kunstrasenplatz angelegt, den sich die Mitglieder des Bausenats bei einem Ortstermin anschauten. Von Rasen ist allerdings noch nichts zu sehen.
Der Aufbau des Platzes ist aufwendig. Schon im vergangenen Jahr war der Boden des früheren Rasenfeldes entfernt worden. Heuer wurden bereits Drainagen verlegt und Leitungen für die Bewässerung eingebaut. Dass diese auch bei einem Kunstrasenplatz erforderlich ist, erklärt Reinhard Kofer vom Bauamt der Stadt. "Im Sommer kann sich Kunstrasen bis auf 60 Grad erhitzen. Daher wird der Platz dann vor jedem Spiel befeuchtet." Außerdem nutze sich der Kunstrasen nicht so schnell ab, wenn er feucht bleibt. Ähnliches gilt für das Granulat, das eingestreut wird.
Nach dem Leitungsbau kam eine Filterschicht von 15 Zentimetern und eine ebenso dicke Schotterschicht auf den Platz. Darüber wird eine etwa fünf Zentimeter starke Ausgleichsschicht aufgetragen. Diese wiederum wird mit einer wasserdurchlässigen speziellen Asphaltschicht überzogen, ehe eine Elastikschicht und ganz zuletzt der eigentliche Kunstrasen eingebaut werden.
Damit bei Regen der Platz keine Staunässe behält, haben alle Schichten ein leichtes Gefälle, dass überflüssiges Wasser in Rinnen oder Drainagen ableitet. So kann auf dem Feld zu mehr Zeiten gespielt werden als das bei einem echten Rasenplatz der Fall wäre.


Mitte September wohl fertig

Mit dem Spielfeld, das Mitte September spätestens nutzbar sein soll, werden auch die Leichtathletik-Einrichtungen und die Umkleiden erneuert. Die Anlage verfügt dann wieder über eine moderne 400-Meter-Laufbahn, Weitsprung- und Kugelstoßanlage. Letztere kann aber auch als Beachvolleyballfeld genutzt werden.


Bürger werden Paten

Um die rund 100 000 Euro an Kosten allein für den Kunstrasenplatz leichter stemmen zu können, hat sich die Stadt etwas einfallen lassen. Bürger können Pate für einen Teil der Fläche werden. Für 15 Euro kann jeder von sich behaupten, Pate für einen Teil des Platzes zu sein. Im Internet kann jeder nachschauen, welche Quadratmeter noch zu haben sind und wer welchen Bereich schon für sich reserviert hat.
Bestimmte Flächen schon etwas teurer. Für einen Eckpunkt komplett werden 250, für einen Elfmeterpunkt oder den Anstoßpunkt sind 500 Euro fällig. Ein kompletter Halbkreis kostet 2000 der Mittelkreis im Ganzen 5000 Euro. Der ist aber schon vergeben. Die Firma Novus Dahle Bürotechnik hat damit die bisher teuerste Einzelpatenschaft für sich reserviert.
Über 27 000 Euro sind so zur Entlastung der Stadt bereits zusammengekommen. Und es können noch mehr werden, denn die Aktion ist noch nicht abgeschlossen. "Mit Baubeginn, sind sogar noch mal etliche Paten dazu gekommen", sagt Bürgermeister Marco Steiner (FW). Wer mehr Informationen über die Spendenaktion haben, oder sich beteiligen möchte, erfährt alles auf der Internetseite kunstrasen.roedental.de.
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