Schorkendorf
Versorgung

Richtfest bei der Rettungswache in Schorkendorf

Eine gefährliche Lücke beim Rettungsdienst wird geschlossen. Anfang 2017 wird die Rettungswache in Schorkendorf in Betrieb gehen.
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Nur wenige Wochen nach dem Spatenstich steht der Richtbaum auf dem Neubau der BRK-Rettungswache in Schorkendorf. Den Richtspruch sprachen die Zimmerleute Robert Rosenbauer, Matthias Knauer, Franz Schubert und Wolfgang Wicklein (von links). Foto: Gabi Arnold
Nur wenige Wochen nach dem Spatenstich steht der Richtbaum auf dem Neubau der BRK-Rettungswache in Schorkendorf. Den Richtspruch sprachen die Zimmerleute Robert Rosenbauer, Matthias Knauer, Franz Schubert und Wolfgang Wicklein (von links). Foto: Gabi Arnold
Das ging schnell: Nur fünf Wochen nach dem Spatenstich im Neubaugebiet Stangenäcker im Ahorner Gemeindeteil Schorkendorf konnte am Dienstagabend bereits das Richtfest der BRK-Rettungswache gefeiert werden. "Es läuft. Ich bin frohen Mutes, dass wir Ende des Jahres hier einziehen", freute sich der Erste Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes Coburg, Siegfried Wölki.

Mit dem Bau der neuen Rettungswache wird nun auch im südlichen und südwestlichen Landkreis eine wichtige Lücke in der rettungsdienstlichen Versorgung geschlossen. Wie Landrat Michael Busch (SPD) informierte, ging der Baumaßnahme ein Gutachten zur notfallmedizinischen Versorgung voraus. Nachdem in Bad Rodach eine 24-Stunden-Wache installiert werden konnte, klaffte noch eine Versorgungslücke im südlichen Landkreis.
Eines der beiden Fahrzeuge, die momentan in der Sally-Ehrlich-Straße in Coburg stationiert sind, soll nun laut Rettungsdienstleiter Volker Drexler-Löffler, Leiter des BRK-Rettungsdienstes, Ende des Jahres an den Standort Schorkendorf wechseln. "Wir planen zum 1. Januar 2017 in Realbetrieb zu gehen", so Drexler-Löffler.


Gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist kann damit verbessert werden

Mit dem Bau des Hauses, das sich am Neubaugebiet angliedert und 160 Quadratmeter Fläche plus 50 Quadratmeter Garage umfasst, wird nach den Worten des Rettungsdienstleiters vor allem die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist verbessert. Wie Drexler-Löffler erklärt, hat der Disponent zwei Minuten Zeit, um die Meldung aufzunehmen, weitere zwei Minuten für die Alarmierung und dann müsse das Fahrzeug innerhalb von zwölf Minuten an der Einsatzstelle sein. Dies sei eine gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist. "Wir können dies nun besser gewährleisten", sagte er.


Unmittelbar an der Bundesstraße gelegen

Da sich die Wache unmittelbar an der Bundesstraße 303 befindet, könnten die Gemeinden Weitramsdorf, Seßlach oder Ahorn schnell erreicht werden. Dies, so Drexler-Löffler, sei auch notwendig, da die Einsätze seit Jahren kontinuierlich anstiegen. "Innerhalb von 24 Stunden fährt jedes unserer Fahrzeuge mindestens zehn Einsätze", informierte der Dienststellenleiter. Momentan stehen noch zwei Fahrzeuge in der Sally-Ehrlich-Straße, eines in Bad Rodach, zwei Fahrzeuge am Klinikum und eines beim Arbeiter-Samariter-Bund in Neustadt. Landrat Michael Busch, der auch Erster Vorsitzender des Zweckverbandes für Feuerwehr- und Rettungsdienstalarmierung ist, nannte den Bau eine wahnsinnige Verbesserung im Rettungswesen. "Es ist im Notfall wichtig, dass es schnell geht."

Ahorns Bürgermeister Martin Finzel (parteilos) freute sich, dass die Rettungswache in der Gemeinde Ahorn angesiedelt ist. An das neue Gebäude solle auch ein Feuerwehrgerätehaus angeschlossen werden, sagte er, damit beide, Feuerwehr und Rettungswache, künftig noch besser Hand in Hand arbeiten könnten.

Nach alter Sitte sprachen die Zimmerleute der Sonneberger Firma Glückauf den Richtspruch auf das neue Haus.
Die Kosten für das Bauwerk bezifferte Drexler-Löffler mit 500.000 Euro. Die Wache soll ab 1. Januar 2017 in Betrieb gehen und 24 Stunden lang mit je zwei Mitarbeitern besetzt sein.
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