Lautertal
Kinderbetreuung

Richtfest am Anbau "Sonnenschein"

Der Anbau an die evangelische Kinderkrippe in Lautertal soll noch heuer Platz für 15 Kinder bieten.
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Dass Lautertal den richtigen in die richtige Richtung unternahm waren sich beim Richtfest für die Erweiterung der evangelischen Kinderkrippe Sonnenschein alle einige (von links): Pfarrerin Dorothea Eichhöfer-Wunder, Landrat Michael Busch, Krippenleiterin Jennifer Höfer, MdL Jürgen W. Heike, Bürgermeister Sebastian Straubel und Architekt Dr. Michael Glodschei. Im Hintergrund wacht Zimmerermeister Ralf Lindenlaub über das Gebäude. Foto: Martin Rebhahn
Dass Lautertal den richtigen in die richtige Richtung unternahm waren sich beim Richtfest für die Erweiterung der evangelischen Kinderkrippe Sonnenschein alle einige (von links): Pfarrerin Dorothea Eichhöfer-Wunder, Landrat Michael Busch, Krippenleiterin Jennifer Höfer, MdL Jürgen W. Heike, Bürgermeister Sebastian Straubel und Architekt Dr. Michael Glodschei. Im Hintergrund wacht Zimmerermeister Ralf Lindenlaub über das Gebäude. Foto: Martin Rebhahn
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Es ist schon erstaunlich, was Lautertal in Richtung Kinderbetreuung leistet. Jüngst wurde erst der Waldkindergarten seiner Bestimmung übergeben, nun folgte nur drei Tage später das Richtfest für den Anbau an die evangelische Kinderkrippe "Sonnenschein", der noch in diesem Jahr für 15 Kinder Platz bieten wird.


Halbe Million Euro investiert und Fördermittel erhalten

Die Gemeinde investiert noch einmal über eine halbe Million Euro in die Erweiterung und zollt damit dem Umstand Tribut, dass Lautertal nicht nur als Wohngemeinde großen Zuspruch findet. Denn die Geburtenrate zeugt davon, dass Lautertal von jungen Familien sehr gern angenommen wird. Beim Richtfest sagte Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU), dass in der Gemeinde im vergangenen Jahr 47 Geburten zu verzeichnen waren. "Dies ist ein Spitzenwert, über den wir uns alle freuen", so Straubel.
Diese Faktoren stellten Lautertal aber vor neue Herausforderungen. Es galt das Umfeld zu schaffen, in dem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf umgesetzt werden kann.

Nicht unerwähnt ließ Straubel, dass man in der evangelischen Kirchgemeinde als Betriebsträger einen zuverlässigen Partner gefunden habe, der die Intention der politischen Gemeinde immer mitgetragen hat. Mit dem Anbau an die Kinderkrippe und der Schaffung einer Übergangsgruppe für den Kindergarten Klecks hat die Gemeinde Lautertal eindeutige Weichen gestellt. Wie von Kämmerer Horst Engelhardt zu erfahren war, sind für die Erweiterung etwa 500 000 Euro eingeplant. "Seitens des Freistaates Bayern werden wir mit ungefähr 225 000 Euro gefördert", ergänzte der gemeindliche "Finanzminister" weiter und zeigte sich zufrieden, so eine hohe Förderung genehmigt bekommen zu haben. Bürgermeister Straubel betonte, dass die Gemeinde ihrer Verpflichtung viel für Kinder und Familie zu tun, gerne nachkomme. Besonders hob er hervor, dass es im Gemeinderat, der letztlich für die Freigabe der finanziellen Mittel das letzte Wort hat, über alle Fraktionen hinweg ein deutlicher Konsens bestand. Sebastian Straubel: "Wir sind darauf angewiesen, alle Kinder bestmöglich zu fördern, damit wir auch künftig qualifizierte Kräfte haben". Der Bürgermeister weiter: "Und abgesehen davon hat selbstverständlich jedes Kind ein Anrecht darauf, seine Talente zu entfalten zu können und möglichst viele Anregungen zu bekommen, die seine Fantasie beflügeln".

Für Streibel ist daher wichtig, dass Kommunen Einrichtungen vorhalten, die Eltern nachfragen. "Etwas für die frühkindliche Förderung und Familienfreundlichkeit zu tun, sind heute Maßnahmen, die über unsere Zukunftsfähigkeit entscheiden", betonte Straubel abschließend.
MdL Jürgen W. Heike (CSU) meinte angesichts der hohen Förderung, dass Staatsregierung und Parlament Wort gehalten haben. "Wenn wir sagen, dass Kinder unser höchstes Gut sind, dann müssen wir auch ernst machen". Die Kinderkrippe zu erweitern, bezeichnete er als eine sehr gute und weitsichtige Entscheidung. Lautertal bezeichnete Landrat Michael Busch als eine tolle Adresse für junge Familien. Busch meinte weiter, dass es für den Landkreis Coburg wichtig sei, dass es Gemeinden wie Lautertal gebe, die jungen Familien solche Perspektiven bieten.

Architekt Michael Glodschei führte vor Augen, dass knapp zwei Jahre nach der Eröffnung der Kinderkrippe Sonnenschein ein Anbau notwendig wurde. Die Entscheidung von Lautertal, sich der finanziellen Herausforderung zu stellen, bezeichnet er als einen wichtigen Beitrag für die gesamte Gesellschaft. Glodschei versäumte es nicht, sich bei den ausführenden Firmen, wie auch bei Gemeindeverantwortlichen Horst Engelhardt, Hans Frieß. Antje Süße und Sebastian Straubel für die sehr gute Zusammenarbeit zu bedanken.
Das "letzte Wort" hatte, wie es Brauch ist, der Zimmerermeister. In Lautertal war es Ralf Lindenlaub, der nicht nur die Handwerker lobte, sondern auch Gottes Segen für das Gebäude und die Ein- und Ausgehenden erbat.

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