Neustadt bei Coburg
Wechsel

Rektor Harald Hammerschmidt nahm Abschied von der Heubischer Grundschule

Rührende Szenen gab es bei der Verabschiedung von Harald Hammerschmidt, dem Rektor der Heubischer Grundschule.
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Diese Schüler sind dem Rektor zum Abschied in die Arme gelaufen. Foto: Manja von Nida
Diese Schüler sind dem Rektor zum Abschied in die Arme gelaufen. Foto: Manja von Nida
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"Heute wollen wir unseren Schulchef Harald Hammerschmidt gebührend feiern, ohne lange Reden", begrüßte Konrektorin Katrin Köhler die Gäste zum festlichen Abschied von Rektor Hammerschmidt. So hatte sich das der scheidende Schulleiter der Grundschule An der Heubischer Straße auch gewünscht. Er wollte mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus dem Schuldienst weggehen. Und dann kam beim Abschied in der Schulturnhalle doch das "dicke Herz", und er musste sich die Augen wischen.


Kindliche Geräuschkulisse

Der beliebte Rektor nahm mit seiner Frau Angelika auf einem eigens für ihn aufgestellten Sofa in allererster Reihe Platz. Noch einmal genoss Hammerschmidt das aufgeregte Durcheinandergeplapper seiner Schulkinder.
1953 in Oberlind geboren, studierte Hammerschmidt noch nach der alten Lehrerausbildung in Bamberg. Seine Vita verrate Konstanz und Verbundenheit mit der Region Neustadt, denn auch seine eigene Schulzeit habe Hammerschmidt in Neustadt verbracht. "Er ist sozusagen ein Insider", sagte Schulrat Werner Löffler schmunzelnd. Als Konrektor ging Hammerschmidt dann nach Wildenheid und arbeitete dort 14 Jahre in der Schulführung. Für weitere 13 Jahre kehrte Hammerschmidt als Rektor an die Heubischer Schule zurück. "Sie waren 27 Jahre Vorgesetzter, das ist eine lange Zeit", sagte Schulrat Werner Löffler. Hammerschmidt habe pädagogische, organisatorische und rechtliche Gesamtverantwortung getragen, was nicht einfach sei. "Diese Verantwortung haben Sie sehr ernst genommen und haben alles bis heute versucht, um beste Bedingungen für die Kinder zu erreichen", dankte Löffler.

"Ein Einfacher waren Sie nicht, Sie wollten immer Ihre Schule samt Schulausstattung nach vorne bringen", wusste Dritter Bürgermeister Martin Stingl (SPD). Die energetische Schulsanierung hätte sich Hammerschmidt noch während seiner Amtszeit gewünscht, die Umsetzung könne allerdings im überschaubaren Zeitraum ermöglicht werden, sagte der Kulturbürgermeister. Immerhin genieße die Bildung der Kinder in Neustadt Priorität, versicherte Stingl.

Und was Rektor Hammerschmidt an der Schule alles in Bewegung gesetzt und auf den Weg gebracht hat, daran erinnerten die Lehrkräfte mit den Kindern liebevoll, indem sie Pakete mit Inhalten wie Schulgarten, Forscherland, gute Freundschaft mit dem Neustadter Ditib-Verein, Streitschlichter, Klettergerüst, Jugendsozialarbeit, Gesundheitswoche, Kindergarten AG, Schulbücherei, Ganztagsklasse, Förderverein, Ehrenamt, Mittagsbetreuung, Obsttag, Tag des Lesens, den Faschingsumzug heranschleppten und aufeinanderstapelten, so dass sich daraus das Schulhaus ergab. Zuvor versicherte Hammerschmidt, dies sei nicht im Alleingang passiert, alles sei eine Zusammenarbeit der gesamten Schulfamilie gewesen. Die Kinder sangen fröhliche Abschiedslieder, sogar auf Englisch. Viele Geschenke wurden dem beliebten Pädagogen in die Hände gedrückt, von Kollegen, vom Förderverein, vom Elternbeirat. Und dann trauten sich die ersten Schulkinder, rannten vor und drückten spontan ihren Rektor zum Abschied ganz feste. Diese liebevollen Gesten berührten Hammerschmidt und dessen Frau mächtig. Umso froher war er dann, noch schnell seine Nachfolgerin vorzustellen zu können: Brigitte Kräußlein. "Dann ist aber volle Frauenpower in der Schulleitung, denn seit Februar ist ja Katrin Köhler unsere Konrektorin".

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