Den wurfgewaltigsten Angriff hatte man letzte Woche gut im Griff, dann sollte ein Sieg beim abschlussschwächsten Sturm der 3. Liga Ost eigentlich überhaupt kein Problem sein. Zum Saisonabschluss muss der HSC 2000 Coburg dabei zum Ligaschlusslicht und Absteiger HSG Kleenheim reisen.
Die Kleenheimer, eine Spielgemeinschaft, die sich aus den Stammvereinen TSV Niederkleen, TSV Ebersgöns und TSV Obernkleen zusammensetzt, warten im Jahr 2012 immer noch auf ihren ersten doppelten Punktgewinn. Der letzte Sieg datiert aus dem November 2011, in der Rückrunde haben sie nur einen einzigen Zähler (gegen die HSG Gensungen-Felsberg im vergangenen Heimspiel) geholt, waren ansonsten Punktelieferant.
Für die Coburger ist das innerhalb kürzester nach dem erfolgreichen Vergleich mit Meister Aue das Kontrastprogramm schlechthin, wo man sich wohl nur die Frage nach der Höhe des Sieges stellt. Warnend hebt HSC-Trainer Horvat deswegen den Zeigefinger: "Genau das ist die Gefahr, letzte Woche der Erste, diese Woche der Letzte und deswegen müssen wir in Kleenheim genauso konzentriert spielen wie gegen Aue - das wird keinesfalls ein Betriebsausflug mit Beiprogramm."

Dreikampf


Denn es stellt sich die Frage, welchen Platz der derzeit fünftplatzierte HSC 2000 Coburg (35:23) letztendlich belegt. In Frage kommen im Dreikampf mit dem Dessau-Roßlauer HV (ebenfalls 35:23, Rang vier) und der DJK Rimpar Wölfe (6., 34:24) die Plätze vier, fünf oder sechs. Im Falle eines Erfolges bleibt man auf jeden Fall Fünfter, unabhängig von den anderen beiden Teams. Ist man mit Dessau und/oder Rimpar (empfangen den SV Anhalt Bernburg) am Ende punktgleich, ist Coburg aber auf jeden Fall immer schlechter platziert, da man den direkten Vergleich gegen beide Teams verloren hat (Niederlage und Remis gegen Rimpar, Heimsieg aber höhere Auswärtsniederlage gegen Dessau).
Der HSC-Trainer will diesen Platz fünf unbedingt absichern: "Das sollte Motivation sein. Außerdem wäre eine Niederlage beim Schlusslicht blamabel, würde den sehr guten Eindruck aus dem Aue-Spiel vergessen lassen und es wäre auch schlecht für das Image des HSC 2000."

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Samstag um 19 Uhr: HSG Kleenheim - HSC Coburg



Die Aufgebote
HSG Kleenheim: Mathias Lang, Manuel Eckhard - Tim Hanika, Markus Mutschler, Tim Spengler, Christian Keil, Johannes Wohlrab, Jörg Müller, Dennis Köhler, Dominik Wagner, Dennis Hopp, Julian Reusch. - Trainer: Walter Don.

HSC 2000 Coburg: Havard Martinsen, Raimonds Steins - Daniel Metz, Kenny Schramm, Ronny Göhl, Dejan Dobardzijev, Johan Andersson, Nicola Franke, Dominic Kelm, Hajck Karapetjan, Sebastian Kirchner, Jan Kästner, Stefan Linsmeier, Mirza Cehajic. - Trainer: Hrvoje Horvat.

SR: Michael D'Allesandro / Frank Kraatz (HV Würtemberg)

Der letzte Spieltag

Bad Neustadt - HC Aschersleben
ESV Lok. Pirna - HSG Pohlheim
TG Münden - HSG Gensungen/F.
SG LVB Leipzig - TSG Münster
Dessau-Roßlau - Jahn Duderstadt
SG DJK Rimpar - SV Anh.-Bernburg
HSG Kleenheim - HSC Coburg EHV Aue - GSV Baunatal