Ralf "Feuer-Frei" Krause ist neuer Kickbox-Weltmeister des WAKO-PRO-Verbands in der Gewichtsklasse bis 85,1 Kilogramm. Der Eberner bezwang den Russen Alexey Rybkin in Rödental nach einem harten Kampf und der vollen Distanz von zwölf Runden mit 3:0, hatte aber vor allem zu Beginn des Fights große Probleme mit dem wendigen Moskauer.

"Pitbull" Seifert blieb an der Leine


Der EM-Kampf von Sabine Seifert entfiel, weil die türkische Kontrahentin bei einem Autounfall verletzt wurde. Dennoch humpelte sie mit schwerem Schritt in den Ring, um sich bei den Zuschauern zu zeigen, schließlich bleibt sie die gesetzte Gegnerin von "Pitbull" Seifert.
Sie musste also an der Leine bleiben, doch Ralf Krause stieg zu seiner Feuer-Frei-Einlaufmusik in den Ring. Da das Team aus Ebern nur spärliche Informationen über den Moskauer Athleten hatte, nutzte Krause die ersten Runden dazu, die Kampftechniken und Manöver des Gegners zu studieren. Dabei agiert er übervorsichtig, seine Verkrampftheit wird er bis zum letzten Gong des Kampfes nicht mehr los.

Trotz Platzwunde marschiert


"Die ersten vier Runden gingen klar an den Russen", resümiert Krauses Trainer Jürgen Schorn sichtlich aufgerieben nach dem Kampf, "doch der Ralf ist ein Spätstarter". Als der Modellathlet in der sechsten Runde nach einem harten russischen Treffer eine Platzwunde am Auge hinnehmen muss, wird das Publikum ein wenig unruhig. Immer wieder versetzte der Moskauer Hiebe auf den eilig mit Vaseline behandelten Cut, das Blut rinnt ständig über Krauses Gesicht. Doch er kann sich fangen.

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