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Coburg
Zeugen

Prozess um Auftragsmord: Zeugen beschreiben Getöteten als "herzlich und liebevoll"

Am vierten Prozesstag um den gewaltsamen Tod eines 66-jährigen Coburgers Wolfgang R. sind weitere Zeugen vernommen worden. Unter anderem sagte die Tochter und die Ex-Frau des Opfers aus.
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Foto: Daniel Karmann/dpa
Foto: Daniel Karmann/dpa
Beide beschrieben Wolfgang R. als ruhigen Menschen, der "herzlich und liebevoll" gewesen sei. Die Ex-Frau, für die der 66-Jährige "meine Jugendliebe" gewesen war, sagte: "Es war eine harmonische Ehe. Ich war erschüttert, als ich gehen musste."

Die Tochter sagte aus, dass sich ihr Vater durch die Beziehung zu der Angeklagten Maria S. total verändert habe. "Er war ein anderer Mensch." Bei ihrem letzten Telefonat kurz vor der Tat habe er bedrückt gewirkt. "Ich hatte den Eindruck, dass er Angst hat, dass ihm was passiert", so die Tochter.

Die ehemalige Lebensgefährtin von Wolfgang R., die 42-jährige Maria S., soll zwei Männer engagiert haben, um ihren Lebensgefährten zu töten. Ihr Noch-Ehemann, der 57-jährige Erhard S., soll die Tat mit geplant haben. Die Tatverdächtigen, Peter G. und Paul K., sollen Wolfgang R. in seinem Wohnhaus in Coburg-Beiersdorf in der Nacht zum 12.
Dezember 2013 mit massiven Schlägen und Tritten gegen Kopf und Oberkörper traktiert haben. Unter anderem wurden Kehlkopf und Zungenbein zertrümmert. Das Opfer erstickte an seinem eigenen Blut. Das Motiv ist Habgier.

Der Prozess wird am Donnerstag, 11. Dezember, um 9 Uhr fortgesetzt. Dann werden die restlichen Zeugen und die Sachverständigen gehört. Die Plädoyers und das Urteil sind für Donnerstag, 18. Dezember, geplant.


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