Coburg
Coburger Convent

Proteste gegen den CC-Pfingstkongress in Coburg geplant

Die Initiative "studentische Verbindungen auflösen" organisiert in diesem Jahr wieder einen Protest gegen den Pfingstkongress des Coburger Convents (CC).
Artikel drucken Artikel einbetten
Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Demonstration gegen den Coburger Convent geben. Foto: CT-Archiv
Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Demonstration gegen den Coburger Convent geben. Foto: CT-Archiv
In einer Pressemitteilung, die überschrieben ist mit "Gegen den nationalistischen Flächenbrand", informieren Mitglieder der Initiative über die Veranstaltungen.

Dieses Jahr würden die Proteste "im Rahmen eines antinationalen Aktionswochenendes" stattfinden, heißt es. Und weiter: "Wir wollen neben dem CC auch gegen den zunehmenden Rechtsruck in den Fokus nehmen. Dieser fängt nicht erst bei der AfD, sondern auch bei konservativen Erziehungsinstanzen wie studentischen Verbindungen an. Daher kritisieren wir den Coburger Convent als Teil eines immer stärker werdenden rechten Projekts."

Was genau ist jetzt alles geplant? Am Samstag, 14. Mai, wird es eine Demonstration gegen den CC geben. Start ist um 17.30 am Bahnhofsvorplatz. Von dort geht es durch die Innenstadt. Eine Abschlusskundgebung ist in der Nähe des Kongresshauses geplant, wo am Abend Festball des CC stattfindet. "Beim Ball wird klar, in welchen Jahrhundert der CC gedanklich stecken geblieben ist", heißt es dazu in der Pressemitteilung. Frauen würden zu "Schmuckstücken der Vollmitglieder" degradiert, und gefeiert werde die "selbsternannte Elitepositon und das militärische Männerbild." Daher müsse nach Ansicht der Initiative der CC "auch aus feministischer Perspektive" kritisiert werden.


Kritik auch an der Stadt Coburg

Weitere "Kundgebungen" sind laut Pressemitteilung am Montag, 16. Mai, ab etwa 21 Uhr in der Innenstadt geplant. Zu dieser Zeit wird sich der Fackelzug des CC in Richtung Marktplatz zur Feierstunde bewegen.

Kritik wird schließlich auch noch an der Stadt Coburg geübt, die den CC "hofiere" anstatt ihn zu kritisieren. Und: "Dem CC werden jedes Jahr Infrakstruktur durch die Stadt Coburg zur Verfügung gestellt. Diese Mittel wären in Bildungs- und Kulturangebote, die sich an alle statt an eine elitäre Männergruppe richten, viel besser aufgehoben."


Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren