Coburg
Überraschung

Piraten beteiligen sich nicht an Kommunalwahl in Coburg

Bei der Nominierungsversammlung sprach sich eine knappe Mehrheit gegen eine Beteiligung sowohl an der Stadtrats- als auch der OB-Wahl aus.
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Der Abstimmung vorausgegangen war eine, wie es in einer Pressemedlung der Piraten heißt, "intensive und kontroverse Aussprache über das Für und Wieder" einer Beteiligung an der Kommunalwahl im März 2013.

Als Knackpunkt erwies sich die geringe Anzahl an Kandidaten. So konnten nur neun Mitglieder gefunden werden, die sich für eine Kandidatur zum Stadtrat bereit erklärten.

Maximilian Rybka, Vorsitzender der Piraten in Coburg meinte dazu: "Ich persönlich fände es unseriös, dem Bürger eine Liste anzubieten, bei der er Stimmen verschenken würde, falls er sein Listenkreuz nur bei den Piraten machen würde. Wir sind angetreten, um seriöse Politik zu machen und dazugehört es auch mal unangenehmen Tatsachen ins Auge zu blicken."

Tatsache sei, wie es in der Pressemedlung weiter heißt, "dass die Piraten nach den verlorenen Wahlen im Herbst sich zurzeit in einer Phase der Konsolidierung befinden." Auf die Frage, ob dies das Ende der Piraten in Coburg sei, meinte Rybka: "Ich denke nicht! Wir werden die Wahlprogramme der antretenden Parteien genau unter die Lupe nehmen und uns zu den einzelnen Punkten äußeren. Dabei wird es Kritik, aber sicher auch Lob geben. Ich sehe durchaus eine Chance den Wahlkampf in Coburg zu bereichern, auch ohne selbst zur Wahl anzutreten."

Rybka beschreibt das Problem so: "Wir haben ohne Frage kluge Köpfe. Wir bestechen in Coburg durch Qualität, aber leider nicht durch Quantität. Es gilt jetzt wieder, mehr Menschen für ein Engagement in der Partei zu begeistern."

Um Letzteres zu erreichen, wollen sich die Piraten auch in Zukunft in Coburger Themen einmischen und Denkanstöße zu bürgerfreundlichen Stadtratsentscheidungen geben. Ein komplementäres Gremium - ein "Statt-Rat" - soll hierbei allen interessierten Coburger Bürgern eine Plattform zur Mitwirkung geben. "Der Weg der Bürgerbeteiligung kann auch beschritten werden, ohne selbst im Stadtrat zu sein" - darin waren sich die anwesenden Piraten laut Pressemeldung sicher. Dass in Coburg Piraten "wirken" können, zeige aktuell der Vorschlag der SPD-Stadtratsfraktion, den Steinweg mit Fahrradverkehr zu beleben. Dieser Vorschlag wurde bereits vor mehr als einem Jahr durch die Piraten in die Diskussion eingebracht, als es um die "Partymeile" Steinweg ging.

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