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Neustadt bei Coburg
1. Sportkegler-Bundesliga

"Peinlicher Auftritt" des PSV Franken Neustadt

Mit 5304:5383 verliert der PSV Franken Neustadt auch zuhause gegen Olympia Mörfelden auf ganz schwachem Niveau.
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Auch Neustadts Ex-Spieler Dieter Nielsen, der zweifelsohne zu den Besten seines Faches in Deutschland gehört, musste den anspruchsvollen Bahnen in Neustadt Tribut zollen. Foto: Timo Geldner
Auch Neustadts Ex-Spieler Dieter Nielsen, der zweifelsohne zu den Besten seines Faches in Deutschland gehört, musste den anspruchsvollen Bahnen in Neustadt Tribut zollen. Foto: Timo Geldner
Die zehnte Niederlage in Serie war leistungstechnisch der bisherige Tiefpunkt. Nur Kapitän Jürgen Bieberbach konnte mit 929 sein Potenzial auf die Bahn bringen.
"Es ist soweit, dass der Gegner nicht mal 5400 zum Sieg braucht", PSV-Mitglied und Kegelfachmann Dieter Kauf war nach dem Spiel ebenso enttäuscht wie die meisten anderen Zuschauer in der Frankenhalle. Knapp fünf Stunden legte das Puppenstädter-Sextett einen Auftritt zum Vergessen auf die Platte. Ausnahme war Kapitän Jürgen Bieberbach, der mit 929 sein bestes Saisonheimspiel absolvierte und mit Heiko Held (934) Schritt halten konnte.
Der zweite Startmann in Reihen der Heimmannschaft, Michael Moosburger war mit 900 nicht zufrieden, fing aber Sven Völkl (897) noch knapp ab.
Im Mittelpaar blieb es bis Mitte des dritten Durchgangs ein Kampf auf Augenhöhe - sogar mit Vorteilen für die Gastgeber. Aber dann brach Michael Carl deutlich ein und musste sich nach katastrophaler Schlussbahn mit enttäuschenden 810 gegen die Kombination Robert Nägel und Alexander Geiß (824) geschlagen geben.
Im anderen Duell bot Sascha Hammer den Ex-Neustadter Dieter Nielsen lange die Stirn, musste aber am Ende auch den Kontakt abbrechen lassen, sodass Nielsen mit 915 zu 884 weiteren Boden für seine Farben gut machte.
Bei 47 "Miesen" war es nicht aussichtslos für das Duo Lohrer/Geiger, doch Routinier Jürgen Fleischer und vor allem Stefan Beck machten nach wenigen Würfen deutlich, dass sich Olympia diesmal nicht die Butter vom Brot nehmen lässt.
Zudem begann Michael Lohrer sehr schwach und dadurch wuchs der Rückstand teilweise auf über 100 Holz an. Am Ende blieb Lohrer bei 892 stehen, schrieb damit gegen Jürgen Fleischer (859) nicht entscheidend.
Bester Akteur des Nachmittags war Stefan Beck, der im Schlussquartett drei Serien Kegelsport vom Feinsten bot und dabei allen Mit- und Gegenspielern sowie Zuschauern eindrucksvoll demonstrierte, was mit Ausdauer und Können selbst auf diesen anspruchsvollen Neustadter Bahnen möglich ist. Am Ende distanzierte er mit 954 die Kombination Jochen Geiger und Tobias Bieberbach (889). Für den PSV war es sportlich ein Tiefpunkt und nun ist die sportliche Leitung, aber vor allem das Team gefordert den Abwärtstrend zu stoppen.


Stimmen zum Spiel

Jürgen Bieberbach (Spielführer PSV Franken Neustadt): Es war ein peinlicher Auftritt von uns und es ist schwierig zu erklären, warum es im Moment von Woche zu Woche gar noch schlechter wird. Wir wollen natürlich die Saison noch ordentlich beenden, müssen dazu aber dringend wieder besseren Sport auf die Bahn bringen.
Jürgen Fleischer (Olympia Mörfelden): Das Beste an diesem Tag war das Weißwurst-Frühstück. Wir haben erstmals in Neustadt gewonnen und nur Stefan Beck konnte drei Bahnen guten Sport darbieten. Es ist auf der Anlage schwer und macht auch nicht wirklich Spaß.


PSV Neustadt gegen Olympia Mörfelden 5304:5383

Michael Moosburger - Sven Völkl 900 (211, 229, 234, 226) - 897
Jürgen Bieberbach - Heiko Held 929 (242, 238, 236, 213) - 934
Michael Carl - R. Nägel/A. Geiß 810 (205, 229, 198, 178) - 824
Sascha Hammer - Dieter Nielsen 884 (215, 234, 224, 211) - 915
Michael Lohrer - Jürgen Fleischer 892 (190, 229, 238, 235) - 859
J. Geiger/To. Bieberbach - Stefan Beck 889 (229, 227, 215, 218) - 954

Volle: 3497:3566. - Abräumen: 1807:1817. - Fehler: 20:15.

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