Rödental
Hohe Ehrung

Otto Waldrich mit Stifterbüste geehrt

"Otto Waldrich Stiftung" prangt jetzt direkt unter dem Namensschriftzug des Europäischen Museums für Modernes Glas in der Rosenau. Zum 90. Geburtstag wurde dem früheren Coburger Unternehmer Otto Waldrich eine hohe Ehrung zuteil.
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Otto Waldrich traf bei dem Festakt in der Rosenau mit einem weiteren Wegbereiter des Glasmuseums zusammen, dem ehemaligen bayerischen Finanzminister Kurt Faltlhauser.  Fotos: Carolin Herrmann
Otto Waldrich traf bei dem Festakt in der Rosenau mit einem weiteren Wegbereiter des Glasmuseums zusammen, dem ehemaligen bayerischen Finanzminister Kurt Faltlhauser. Fotos: Carolin Herrmann
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Gekrönt wurde die Ehrung durch die Enthüllung einer eigenen Stifterbüste, in Terracotta gefertigt von der Nürnberger Bildhauerin Eva Hermann.

Vor einer großen Schar von offiziellen Gratulanten strichen der Direktor der Kunstsammlungen Coburg, Klaus Weschenfelder, der Vorsitzende der Landesstiftung, der Coburger 2. Bürgermeister Norbert Tessmer sowie für die Regierung von Oberfranken Vizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin heraus, dass esdas europaweit geachtete Museum ohne die drei Millionen Spende Waldrichs und die Vereinigung einer Reihe weiterer Sponsoren in der Stiftung Glasmuseum, 2008 eröffnet, nicht gäbe. Sie betonten vor allem auch Waldrichs hartnäckiges Vorgehen über die entschiedene Ablehnung des geplanten Neubaus durch die Baye rische Schlösserverwaltung hinweg .

Seitenhiebe nach München

Der ehemalige bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser ließ süffisant noch einmal die damaligen Ereignisse Revue passieren, bis zu dem Punkt, als er sich gegen seine eigenen Beamten gestellt und den Neubau samt Platz in der Landschaft bestimmt hatte. Unter Beifall rief er gen Schlösserverwaltung in München: "Es wäre durchaus angemessen, wenn Ihr Präsident heute zugegen wäre."


Auch diese Einladung hatte jedoch keine Resonanz gefunden, was Otto Waldrich in seinen Dankesworten einmal mehr dazu brachte auszurufen: "Löwe beweg' dich, dreh dich endlich einmal um, statt immer nur mit der Schwanzquaste über uns hinwegzufegen." Waldrich versäumte es nicht, all seinen Mitstreitern zu danken.

Norbert Tessmer fragte zudem, auf die über 40-jährige Sponsorentätigkeit Waldrichs eingehend: "Wie sähe die Kulturlandschaft in der Region ohne Ihr Engagement aus?" (Dazu auch Tageblatt vom 10. September). Tessmer nannte Waldrich einen "kompetenten Menschen mit Seltenheitswert, vor allem mit Verantwortungsgefühl". Das habe er nicht nur als Firmenchef immer wieder bewiesen. "Otto Waldrich hat sich um seine Heimatstadt und das Coburger Land mehr als verdient gemacht."

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