Coburg
Finanzsenat

Ohne Sporthalle kein Theater in Coburg

Thema war am Donnerstag eigentlich der Bau der neuen Dreifachsporthalle an der Karchestraße. Doch nebenbei gab es auch enige Informationen zur Sanierung des Landestheaters - denn die hängt mit dem Sporthallenbau durchaus zusammen.
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Die Dreifachsporthalle an der Benno-Benz-Sportanlage soll ab dem Schuljahr 2017/18 zur Verfügung stehen. Foto: CT-Archiv
Die Dreifachsporthalle an der Benno-Benz-Sportanlage soll ab dem Schuljahr 2017/18 zur Verfügung stehen. Foto: CT-Archiv
Der Bau der Dreifachsporthalle an der Karchestraße verschiebt sich: Zu Schuljahresbeginn 2017/18 solle das Gebäude fertig sein, sagte am Donnerstag Torsten Huld vom städtischen Hochbauamt. Ursprünglich hatte es geheißen, dass die Halle zum Jahresende 2016 fertiggestellt sein soll, weil der Bereich der Dreifachsporthalle am Anger als Ausweichspielstätte fürs Landestheater vorgesehen ist. Ob die über 40 Jahre alte Sporthalle dafür umgebaut oder ob an ihrer Stelle eine provisorische Spielstätte errichtet wird, ist dabei noch offen.


Baubeginn noch offen

Erst, wenn das Landestheater eine Ausweichspielstätte hat, kann es saniert werden - und da scheint es endlich voranzugehen: Wie Huld sagte, liegt der Stadtverwaltung seit Donnerstag der Arbeitsentwurf für eine Finanzierungsvereinbarung vor. Denn Stadt und Freistaat Bayern finanzieren die Sanierung gemeinsam.

Wegen dieser Informationen war Huld allerdings nicht zur Sitzung des Finanzsenats gekommen. Er musste erläutern, warum das Hochbauamt die Ausführungsplanung und die Ausschreibung der Gewerke für die Dreifachsporthalle an ein externes Büro gegeben hatte. Die Antwort: Das Hochbauamt hätte das im ursprünglichen Zeitplan schlicht nicht geschafft, weil noch einige andere Baustellen zu betreuen sind: Sanierung der Heiligkreuz-Schule, Ausbau der Aussegnungshalle am Friedhof, die Sanierung der Stadtkirche St. Moriz, um die drei größten zu nennen.

Wann der Bau der Dreifachsporthalle beginnen kann, steht immer noch nicht fest: Die Regierung von Oberfranken hat einen Zuschuss von 521 000 Euro in Aussicht gestellt. Normalerweise darf erst gebaut werden, wenn das Geld freigegeben ist. Aber wenn die Stadt in Vorleistung geht, dann kann ihr der vorzeitige Baubeginn genehmigt werden. Diese Genehmigung steht noch aus, wird aber demnächst erwartet.

Weil Architektenleistungen nach außen vergeben wurde, muss die Stadt rund 285 000 Euro mehr ausgeben als gedacht, nämlich 7,7 Millionen Euro. An den Gesamtbaukosten ändert sich dadurch nichts, denn schon bisher waren die Planungsarbeiten in den Gesamtkosten von 8,05 Millionen Euro enthalten, allerdings als Eigenleistung des Hochbauamts. Die Bauleitung werden die Mitarbeiter des Hochbauamts selbst übernehmen, kündigte Huld an.


Breitbandausbau läuft

Glend, Neu- und Neershof, Lauterer Höhe und die Brandensteinsebene sollen ans Breitbandnetz angeschlossen werden. Das ist alles beschlossen, die Ausgaben (rund 700 000 Euro) im Stadthaushalt entsprechend eingeplant. Doch damit wirklich keine Zeit verloren wird, hat Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) die Mittel auch schon freigegeben. Denn sobald der Zuschussbescheid von der Regierung von Oberfranken kommt, sollen die Arbeiten beginnen. Erwartet wird ein Zuschuss von rund 563 000 Euro.


Grundstücke vom Verkehrsverein

Der Verkehrsverein hat sich aufgelöst, sein Vermögen fällt an die Stadt. Zu den rund 73000 Euro, die für die Landesausstellung "Ritter - Bauern - Lutheraner" zur Verfügung gestellt werden, kommen noch zwei Grundstücke im Herzogsweg, wie die Stadtverwaltung jetzt feststellte. Die insgesamt 760 Quadratmeter Fläche liegen im Probstgrund und "An der Helle".


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