Niederfüllbach

Niederfüllbachs Bürgermeister Martin Rauscher verwirrt die Ratskollegen

Der Bürgermeister wollte ein Zuhörer sein, nahm dann aber doch an der Gemeinderatssitzung teil. Darin ging es um eine große Investition.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Boden in der Emil-Kirchner-Turnhalle muss saniert werden, nach dem Gutachten entstehen dafür hohe Kosten. Foto: Gabi Arnold
Der Boden in der Emil-Kirchner-Turnhalle muss saniert werden, nach dem Gutachten entstehen dafür hohe Kosten. Foto: Gabi Arnold
Eigentlich war Bürgermeister Martin Rauscher (ÜWN) am Montag wegen seines Urlaubs entschuldigt. Aber er nahm dann doch in den Zuschauerreihen Platz. Er wolle die Sitzung mal aus einer anderen Perspektive erleben, sagte er. Dies sei nicht möglich, meinte wiederum Kämmerer Michael Heß. Als gewählter Mandatsträger habe Rauscher bei Anwesenheit an der Sitzung teilzunehmen. "Ich bin zwar in Urlaub, aber ich komme, weil ich da bin", sagte darauf hin Rauscher und nahm schließlich als Gemeinderatsmitglied an der Sitzung teil. Die Zweite Bürgermeisterin Marita Pollex-Claus (CSU) führte, wie geplant, durch die Sitzung.


Grund der Halle ist nicht tragfähig

Dicke Brocken kommen laut Pollex-Claus auf die Kommune zu. Es geht um die Sanierung der Emil-Kirchner-Turnhalle. Dem Gemeinderat lag ein Gutachten vor, das sich mit den Gründungs- und Fußbodenproblemen in der Halle befasste. Pollex-Claus: "Das ist vernichtend. Laut dem Gutachten ist der Zustand ziemlich schlimm." Das Hauptproblem sei demnach der nicht tragfähige Grund der Halle. In dem Gutachten gibt es den Ausführungen der Bürgermeisterin zufolge verschiedene Lösungen und alle gingen ganz schön ins Geld.

Thomas Schöllchen (ÜWN) bat zunächst um die Einholung einer Kostenschätzung. "Wir brauchen einen Zahlenrahmen, bevor wir weiter vorgehen." Bastian Büttner (CSU) wies darauf hin, dass langfristig auch eine energetische Sanierung der Halle erforderlich sei. Das Problem soll nun im kleineren Rahmen vom Gebäudemanagement, der TSG und von Fachleuten erörtert werden. Dafür stimmte, mit einer Gegenstimme, der von Martin Rauscher, der Gemeinderat. Rauscher erachtete es als sinnvoller, erst Vorschläge von Fachleuten einzuholen und dann in das Thema näher einzusteigen. In erster Linie bestünde ein Feuchtigkeitsproblem, dies müsse laut Rauscher behoben werden.

Am Schafsberg sollen wieder Verkehrskontrollen eingeführt werden. Dafür sprach sich mehrheitlich der Gemeinderat aus. Schöllchen stellte zwar fest, dass die Disziplin der Autofahrer zunehme. Allerdings wirke dies nicht nachhaltig. Tina Großmann erachtet die Kontrollen als Verkehrssicherheitsmaßnahme für dringend erforderlich. Bernd Roßberg (SPD) fand, dass ein Dialogdisplay mit Smileys ausreichend sei. Martin Rauscher sagte dazu: "Wir haben einige Stellen, da müssten wir ja viele Grinsegesichter aufstellen."

In Stadt und Landkreis Coburg sollen 30 Wanderwegewarte ausgebildet werden, der Gemeinderat beschloss mehrheitlich, auf die Benennung eines Ortswegewartes zunächst zu verzichten.
Dem Singverein wird ein Zuschuss von 500 Euro für die Fahrt nach Nagylozs gewährt.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren