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Neustadt bei Coburg
26. Puppenfestival

Neustadt und Sonneberg lassen die Puppen tanzen

Neustadt und Sonneberg wollen im kommenden Jahr ein gemeinsames Puppen- und Bärenfestival veranstalten. Spuren dieser Fusion gibt es schon heuer zu erleben.
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Heidrun Piwernetz (Mitte) bekam von Frank Rebhan und der Neustadter Puppenfee zur Eröffnung des Puppenfestivals einen Teddybären geschenkt. Foto: Berthold Köhler
Heidrun Piwernetz (Mitte) bekam von Frank Rebhan und der Neustadter Puppenfee zur Eröffnung des Puppenfestivals einen Teddybären geschenkt. Foto: Berthold Köhler
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Die Botschaft war eindeutig und nicht zu überhören. Das diesjährige internationale Puppenfestival (das 26. seiner Art) sowie das Teddy- und Puppenfest in der Nachbarstadt Sonneberg werden nicht mehr lange getrennte Wege gehen. "Wir werden künftig noch enger kooperieren - das ist gut so und daran werden wir arbeiten", kündigte Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) bei der offiziellen Eröffnung des Puppenfestivals 2017 auf dem sonnenbeschienen Markt an.
Dabei stand Rebhan (was sicher nicht zufällig so war) gemeinsam mit seinem Sonneberger Bürgermeisterkollegen, Dr. Heiko Voigt (CDU), auf der Bühne unterhalb der Stadtkirche. Voigt sah die Puppenfestival-Tage als eine Botschaft, die von der Region nach draußen gehe: "Neustadter und Sonneberger können nicht nur gemeinsam demonstrieren, sondern auch gemeinsam feiern." Dass der Neustadter Stadtrat heute vor einer Woche spontan seine Sitzung unterbrach und nach Sonneberg zur Großdemo gegen Thüringer Gebietsreform fuhr, beeindruckte Voigt auch gestern noch schwer: "Das war ein Tag, der in die Geschichtsbücher unserer beiden Städte eingehen wird." Der Neustadter Stadtrat habe da eine geniale Aktion gestartet, die super angekommen sei, sagte das Sonneberger Stadtoberhaupt.
Auch für Heiko Voigt war klar: Neustadt und Sonneberg werden künftig als gemeinsames Puppenfestival-Zentrum auftreten. Die diesjährigen Veranstaltungen in beiden Städten, die erstmals mit einer Kombikarte für mehrere Veranstaltungen und Einrichtungen besucht werden können, waren für den Bürgermeister nur "eine Vorstufe zur Zusammenführung der beiden Festivals". Und diese, da ließ Voigt keinen Zweifel daran, werde man im kommenden Jahr in Angriff nehmen. Oder wie es Frank Rebhan formulierte: "Neustadt und Sonneberg sind auf Ebene der Puppen bereits das Oberzentrum, das wir auf politischer Ebene noch werden wollen."


Vergesst doch das Smartphone

Schirmherrin des 26. Internationalen Puppenfestivals ist Heidrun Piwernetz. Im Gegensatz zu nicht wenigen ihrer Schirmherrn-Vorgängern war die Regierungspräsidentin bei der offiziellen Eröffnungsfeier persönlich zugegen. Sie zeigte sich "überwältigt" von der Fülle der Angebote, die in den kommenden Tagen auf die Freunde von Puppen, Teddys und Spielzeug in den beiden Partnerstädten warten. Piwernetz zeigte sich auch historisch gut informiert und berichtete, dass bereits im 15. Jahrhundert rund um Nürnberg die ersten Spielzeugmanufakturen entstanden, zwei Jahrhunderte später entwickelte sich rund um die Städte Sonneberg und Neustadt ein weiterer Schwerpunkt. Den Herstellern in der Region wünschte die Regierungspräsidentin auch in Zukunft wirtschaftlichen Erfolg - und: "Allen Smartphones zum Trotz noch Kinder, die sich für Puppen und Teddybären interessieren."


Das Wetter spielte mit

Nach der wetterbedingten Absage im vergangenen Jahr wurde das diesjährige Eröffnungswochenende zu einem vollen Erfolg. Die Mitgliedsgeschäfte der Neustadter Werbegemeinschaft hatten einen verkaufsoffenen Sonntag, während in der Innenstadt vor zahlreichen Gaststätten verschiedene Bands für musikalische Unterhaltung bis in die Nachtstunden sorgten. Weil am Sonntagnachmittag auch wieder die Sonne schien, war auch der zum Biergarten umfunktionierte Marktplatz gut besucht. Musikalisch umrahmt wurde der Nachmittag durch die Neustadter Stadtkapelle, auf der Bühne waren zudem die Kindertrachtengruppe der Volksschule Wildenheid-Haarbrücken sowie die vergnügliche "Paperman-Show" zu sehen.

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