Coburg
Opern-Tipp

Neue Stimmen für die Coburger "Bohème"

Man muss kein Prophet sein, um der Neuinszenierung von Giacomo Puccinis Oper "La Bohème" am Landestheater Erfolg beim Publikum zur prognostizieren. Bei der zweiten Vorstellungen wurden auch die alternierenden Besetzungen mit reichlich Applaus bedacht.
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Reichlich Applaus gab es am Ende für die Solistenschar und Coburgs Generalmusikdirektor Roland Kluttig nach der zweiten Aufführung von Puccinis "Bohème" am Landestheater.Foto: Jochen Berger
Reichlich Applaus gab es am Ende für die Solistenschar und Coburgs Generalmusikdirektor Roland Kluttig nach der zweiten Aufführung von Puccinis "Bohème" am Landestheater.Foto: Jochen Berger
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Giacomo Puccinis Musik singt immer dann besonders schön von der Liebe, wenn diese Liebe mit dem Leid vermählt ist. Wohl auch deshalb ist Puccinis "La Bohème" ein derart unerschütterlich erfolgreiches Werk auf der Opernbühne. Selbst in mittelmäßigen Produktionen entfaltet diese Oper ihre Wirkung - und in gelungenen Inszenierungen ist "La Bohème" ein Meisterwerk mit eingebauter Erfolgsgarantie, wie die zweite Aufführung von Brigitte Fassbaenders szenischer Deutung am Landestheater beweist.


Premierengalnz auch am zweiten Abend


Das Publikum im wiederum fast ausverkauften Haus erlebt an diesem Abend die zweite Besetzung, die keineswegs eine Zweitbesetzung ist, vielmehr stimmlich nochmals Premierenglanz garantiert. Gleich drei Alternierungen sind dabei zu erleben - zwei geplante und eine krankheitsbedingte kurzfristige Umbesetzung.
So erobert sich José Manuel die anspruchsvolle Partie des Rodolfo mit klugem, gut dosiertem stimmlichen Einsatz. Sein schlanker, hell timbrierter Tenor besitzt lyrisches Potenzial und wird zudem sicher geführt. Auch darstellerisch verleiht José Manuel seinem Rodolfo klares Profil.


Ana Cvetkovic-Stojnic als Musetta


Als Musetta demonstriert Ana Cvetkovic-Stojnic, dass sich vokale Koketterie und lyrische Intensität des Ausdrucks bruchlos verbinden lassen. Kurzfristig übernahm zudem Vadim Kravets für Tapani Plathan die Partie des Colline und fügt sich mit sonorem Bass bruchlos in das bestens harmonierende Solistenensemble ein.


Betsy Horne beeindruckt als Mimi


An der Spitze der Applausskala auch an diesem Abend: Betsy Horne als Mimi. Sie zieht das Publikum mit dem warmen Timbre ihres lyrischen Soprans ebenso in Bann wie mit ihrer gestalterischen Kraft.


Verdientermaßen reichlich Applaus gibt es am Ende auch für das ebenso klangvoll wie aufmerksam musizierende Philharmonische Orchester unter der souveränen Leitung von Coburgs Generalmusikdirektor Roland Kluttig.
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