Dörfles-Esbach
Investition

Netto kann in Dörfles-Esbach neu bauen

Der Gemeinderat stimmt dem Bauvorhaben des Discounters zu, damit das Unternehmen in Dörfles-Esbach bleibt.
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Netto will in Dörfles neu bauen, der Gemeinderat gab in der jüngsten Sitzung seine Zustimmung zu dem Vorhaben.  Foto: Rainer Lutz
Netto will in Dörfles neu bauen, der Gemeinderat gab in der jüngsten Sitzung seine Zustimmung zu dem Vorhaben. Foto: Rainer Lutz
Netto zieht um von Dörfles nach Dörfles. Der Gemeinderat gab bei seiner Sitzung dazu grünes Licht. Um einen Neubau im Bereich "Alte Ziegelei" mit einer Verkaufsfläche von 1060 Quadratmetern zu ermöglichen, erfolgte nicht nur ein Satzungsbeschluss zur Bebauungsplanänderung, sondern es wurde auch dem Bauantrag des Investors Prebag zugestimmt.

Der Bau soll noch im Herbst dieses Jahres stehen, wie Bürgermeister Udo Döhler (UBV) mitteilte. "Hätten wir nein gesagt, würde Netto den bestehenden Laden nicht mehr betreiben und wäre abgezogen", fügte Döhler hinzu. Für den bisherigen Laden könnte sich eine Nutzung abzeichnen. Nähere Informationen wollte Döhler allerdings nur in der nichtöffentlichen Sitzung preisgeben.

Für den Gemeinderat außergewöhnlich war in der Sitzung, dass es zwei Gegenstimmen zum Beitritt in den Tourismusverein Oberes Maintal-Coburger Land gab. Gemeinderat Rolf Bätz (CSU) meinte, der künftige jährliche Beitrag von 300 Euro wäre besser in der Jugendarbeit angelegt. Ziel des neuen Vereines soll sein, den Tourismusmarkt zu fördern. Dörfles habe ohnehin kein großes Angebot in diesem Bereich, nur 39 Gästebetten und drei Ferienwohnungsanbieter. "Deshalb bin ich leidenschaftslos", meinte Döhler, der trotzdem dem Beitritt zustimmte.

Sorge wegen Stromtrasse

Nachdem der Widerstand gegen die geplante Stromtrasse in Ost-Oberfranken kräftig anwächst und sich die bayerische Staatsregierung eher abwartend zu diesem Thema gezeigt hat, befürchtete Döhler, dass die neue Leitung auch noch dem Coburger Land aufs Auge gedrückt werden könnte. "Es kann jede andere Trasse in die Planung gehen", meinte er.

Das Gemeindeoberhaupt erläuterte, dass es nicht hauptsächlich um den Transport von Windstrom aus dem Norden gehe, sondern um denjenigen aus Braunkohlekraftwerken, die mehr als je zuvor Strom produzierten. Auch bestehe die Gefahr, dass Atomstrom aus Tschechien ins deutsche Netz eingespeist werden könnte.
Festgelegt wurde eine Wahlhelferentschädigung für die Kommunalwahl in Höhe von 60 Euro, für den Briefwahlvorstand gibt es 50 Euro. Die Europawahlhelfer sollen mit 30 Euro beziehungsweise 25 Euro entschädigt werden.

Dem Bauvorhaben von Werner Morgenthum, eine Überdachung an einer bestehenden Scheune zu errichten, wurde zugestimmt, ebenso der Errichtung von zwei Werbeanlagen durch das Autohaus Alexander Müller.
Die Gemeinde beteiligt sich mit ihrem geschmückten Wagen am Festzug der Gemeinde Sonnefeld zur 125-Jahrfeier der Namensgebung. Wie der Wagen und insbesondere die Pferde nach Sonnefeld zu schaffen sind, muss noch geklärt werden.
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