Weitramsdorf
Fasching

Narren im Weitramsdorfer Rathaus

Pünktlich um 11.11 Uhr erschienen die Narren des Karnevalvereins Weidach (KVW) zur Machtübernahme in der Verwaltung und holten sich den Schlüssel von Bürgermeister Christian Gunsenheimer ab.
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Sitzungspräsident Christian Brettschneider (links) bietet Bürgermeister Christian Gunsenheimer einen närrischen Rettungsschirm an. Foto: Kurt Hinner
Sitzungspräsident Christian Brettschneider (links) bietet Bürgermeister Christian Gunsenheimer einen närrischen Rettungsschirm an. Foto: Kurt Hinner
Das Rathaus wurde pünktlich um 11.11 Uhr erobert. Inzwischen ist das schon eine Ausnahme im Landkreis. Viele Rathäuser werden von den Narren erst erstürmt, wenn die Zahl der verfügbaren "Sturmtruppen" etwas größer ist - etwa am Abend oder gar erst am Wochenende. Auch der Narrensinn muss sich eben beugen, wenn die Narren nebenbei noch einem Beruf nachgehen.
In Weitramsdorf jedenfalls wurde die kommunale Schaltzentrale ordnungsgemäß zur närrischen Sturmzeit 11.11 Uhr erobert. Die Narren machten umgehend Gebrauch von der frisch erworbenen Macht. Bürgermeister Christian Gunsenheimer (FW) bekam die Leviten gelesen, er dürfe sich aber unter einem "Rettungsschirm der Narren" verkriechen, sollte es mit der Wiederwahl 2014 nix werden.
"Herz was willst du mehr?", hieß die Losung, als der Ämterschlüssel ausgehändigt war.

Die Sache mit der Schule

Einige, der närrisch gedichtet vorgetragenen Beschwerden lauteten sinngemäß: "Eine Geschichte war passiert, die letztlich keiner hat kapiert, doch nun hilft gar kein Nachgebuhle, am Berg steht eine Inklusionsschule." Gefragt ob sich "Gunsi" und Rektorin noch verstehen, war ein zartes " Oft" zu vernehmen.
Ein anderer Narrenspruch zum Leben in der Gemeinde lautete: "Hochwürden bat die Gemeinde um Geld, ein neuer Kindergarten wird bestellt, doch der wird wohl richtig teuer und Gunsi fürcht' das Fegefeuer, drum sagt man einfach brav Amen und nickt! War das wirklich so geschickt? Egal, und wird es noch so teuer, dann gibt's halt eine neue Steuer!"
Zur Gemeindeentwicklung hieß es: "Nun verlässt auch der Letzte (Tegut) das sinkende Schiff, ist Weitramsdorf wirklich so unattraktiv? Fazit- und nehmt es nicht krumm: Weidach ist bald das neue Zentrum!" Entgegnung des Bürgermeisters: "Lasst uns nicht um Verlorenes trauern, sondern freuen wir uns daran, dass wir einen KVW haben, der in der 5. Jahreszeit sicher alles verbessern wird." qrt

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