Sonnefeld

Närrische Nummern beim Umzug in Weischau

Beim Gaudiwurm ging es rund. Die Politik wurde durch den Kakao gezogen - und die Einwohner des kleinen Sonnefelder Ortsteils forderten ein eigenes Autokennzeichen.
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Auch Weischau steigt in die Diskussion um die alten Autokennzeichen mit ein. Hier wünscht man sich für die Zukunft das Nummernschild "WC", was für Weischau City steht.  Foto: Klaus Oelzner
Auch Weischau steigt in die Diskussion um die alten Autokennzeichen mit ein. Hier wünscht man sich für die Zukunft das Nummernschild "WC", was für Weischau City steht. Foto: Klaus Oelzner
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Zum Ende der Faschingssaison kommt Weischau als "Dreh- und Angelpunkt der Welt - kurz vor Sonnefeld" so richtig in Schwung. Wenn die Dorfgemeinschaft ruft, stehen mehr Akteure im Einsatz, als der Gemeindeteil Einwohner zählt. Von Opa und Oma über Eltern bis zu den Kindern war alles auf den Beinen. Spontan gestalten und bereichern sie den vielfarbigen "Weischicher" Faschingsumzug.

Bereits zum siebten mal verstanden es die Organisatoren um Ortsteilsprecher Jörg Faber, viele Hundert Zuschauer anzulocken. "Die Idee wurde aus einer Bierlaune am Stammtisch geboren", sagt Jörg Faber. Selbst Bürgermeister Rainer Marr (CSU) ließ es sich, als Ölscheich kostümiert, nicht nehmen dabei zu sein. Der Gaudiwurm zog bei strahlendem Sonnenschein und trockenem Winterwetter von Unter- nach Oberweischau.


Reichlich Themen für die Gruppen

Aktuelle Tagesthemen, das Lokalgeschehen und Wunschvorstellungen boten reichlich Anregungen für Gruppen und Wagen. Die "Höschtötter Kerweskapelln" und die mit dem Landkreischef eingeflogenen Friesendorfer Kirchweihmusikanten sorgten auf ihren Festwagen und später beim "Ständelaspielen" für gute Stimmung.
Für den Landrat lohnte sich die Fahrt nach Weischau ganz besonders: "Für an Kerl wie a Pfund Wöschd", sagte Faber, als er dem Landrat einen nahrhaften Faschingsorden in Form einer präparierten Hartwurst überreichte. Ob der Wunsch nach einem eigenen Autokennzeichen WC (für Weischau City), WW (für Weischau Wustung) und OW (für Oberweischau) in Erfüllung geht, konnte Landrat Michael Busch (SPD) spontan nicht bestätigen.
"Gebt den Kindern die Macht", wünschten Akteure des katholischen Kindergartens. Auch der anstehende Kampf um den Bürgermeistersessel im Sonnefelder Rathaus war Thema beim Umzug.

Der ADAC-Ortsclub informierte über seine Aktivitäten zum viel diskutierten Dauerbrenner: "Nach Bayreuth fahr'n wir mit dem Laster und hol'n den Zaster." Dem Bau der Veranstaltungshalle im Herzen Sonnefelds wollen die Weischauer nicht nachstehen: "Auch wir brauchen eine Halle", so lautete die Forderung. Einen eindeutigen Hinweis zum Besuch der Schnäppchenmeile als Flohmarkt inszenierte der "Weischicher Trödeltrupp" mit seinem Wagen.

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