Beiersdorf bei Coburg
Jubiläum

Musikverein Beiersdorf: 30 Jahre große Klang-Kunst

Was als "Experiment Musikverein Beiersdorf" im Jahr 1985 begann, hat sich zu einem weltweit gefeierten Orchester entwickelt: Die Musiker freuen sich heute besonders über ihren hochkarätigen Nachwuchs.
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Dirigent Dietmar Luther (links) dirigiert den Musikverein Beiersdorf seit 1992: "Mir ist der Musikverein ans Herz gewachsen", sagt Luther. Fotos: Lothar Weidner
Dirigent Dietmar Luther (links) dirigiert den Musikverein Beiersdorf seit 1992: "Mir ist der Musikverein ans Herz gewachsen", sagt Luther. Fotos: Lothar Weidner
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Der Musikverein Beiersdorf hat sein 30-jähriges Jubiläum mit vielen hochkarätigen Veranstaltungen gefeiert: Das zu recht, denn die Musiker können auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken, die 1953 ihren Ursprung hatte, als der Turnerspielmannszug gegründet wurde.

Die eigentliche Geschichte begann jedoch 1985, als sich die Musiker vom Turn- und Sportverein trennten, den Musikverein Beiersdorf ins Leben riefen und schließlich und dem Nordbayerischen Musikbund (NBMB) beitraten.

Beiersdorfer genießen weltweit goßes Ansehen

Damit war der Grundstein gelegt, um ausschließlich die Musik zu fördern. Im Jahr 1992 übernahm Dietmar Luther als Dirigent das Orchester. Er ist hauptberuflich Musiklehrer an verschiedenen Musikschulen. Waren es ursprünglich 14 Musiker, so wuchs ihre Zahl auf inzwischen 40 an.

Das Orchester genießt zu Hause und über die Landkreisgrenzen hinweg großes Ansehen: Kanada, Spanien, Belgien, Österreich sind Länder, in denen die Musik aus Beiersdorf schon gefragt war und in denen beste Eindrücke hinterlassen wurden.

Das Repertoire umfasst Blasmusik im volkstümlichen, aber auch in ganz modernem Stil. Für die Vorsitzende Stefanie Kramer ist "das Experiment Musikverein Beiersdorf" nicht nur voll und ganz gelungen, sondern es erfreut sich immer noch großer Beliebtheit dank engagierter Musiker.

Junge Musiker werden gefördert

Der Musikverein gibt Konzerte, spielt Unterhaltungsmusik und ist auch als Marschkapelle sehr beliebt. Das Orchester genießt auch im Coburger Land und Umgebung ein sehr hohes Ansehen und ist stets gefragt. Nicht vergessen und ganz groß geschrieben wird die Nachwuchsarbeit. So steht auch ein Nachwuchsorchester zur Verfügung.

Der Verein selbst präsentiert sich mit einer eigenen CD. Das Fazit der Verantwortlichen: "Unser Musikverein ist aus der Kulturlandschaft dank des hervorragenden Klangkörpers einfach nicht mehr wegzudenken."

Somit bestand aller Grund, das 30-jährige Bestehen im 1200-Seelen-Stadtteil von Coburg zu feiern. Einer der Höhepunkte war das Jubiläumskonzert in der Rudolf-Steiner-Schule, in der das breite Spektrum der Blasmusik vorzüglich präsentiert wurde und ein Feuerwerk vom Feinsten abgebrannt wurde, bei dem ein Potpourri allererster Sahne für Jung und Alt zu hören war.

Zunächst übernahm das Kreisorchester unter der Leitung von Christian Mildenberger die Regie. Ihr Thema war böhmische Blasmusik. Ob es ein Konzertmarsch war, eine Polka oder der von rhythmischem Klatschen begleitete Ohrwurm "Böhmischer Traum", die Klarheit des Ausdrucks kam stets zu Tage.

"Coburger Marsch" - ein Ereignis!

Konzertante Blasmusik bot der Gastgeber. Dirigent Dietmar Luther verstand es, seine Musiker zu führen - und das zu Höchstleistungen. Der "Goldbergsee-Marsch", "Fränkische Volksweisen" oder das Medley von James Last "Traummelodien" wurden dank der hervorragenden Darbietung mit reichlich Beifall belohnt. Beide Gruppen traten zusammen auf, wobei 60 Musikanten den "Coburger Marsch" zum Besten gaben. Ein Ereignis! Schließlich glänzte noch die Big-Band des Musikvereins mit vorzüglichen Kostproben ihres Könnens. "Es gelingt in Beiersdorf exzellent junge Leute zu motivieren um ihnen eine musikalische Bildung mit zu geben", lobte Werner Pörner, NBMB-Bezirksvorsitzender Oberfrankens.


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