Coburg
Handball-Testspiel

Motor Saporoschje die Stirn geboten

Der HSC Coburg hatte den ukrainischen Champions-League-Vertreter am Rande einer Niederlage. Das intensive Vorbereitungsspiel endete 26:28.
Artikel drucken Artikel einbetten
Philipp Barsties (links) entwickelt sich immer mehr zum Abwehrchef beim HSC. Nicht nur im Testspiel gegen Dukla Prag in der HUK-Arena (Szene), sondern auch gestern Abend beim Vergleich in der Ilm-Sporthalle in Ilmenau gegen den ukrainischen Champions-League-Vertreter HC Motor Saporoschje zeigte der Abwehrspezialist, dass er nach seinen langen Verletzungspausen wieder auf dem Weg zu früherer Klasse ist; rechts mit der Nummer 95 Roman Kirveliavicius, der mit sechs Toren erfolgreichster Coburger...
Philipp Barsties (links) entwickelt sich immer mehr zum Abwehrchef beim HSC. Nicht nur im Testspiel gegen Dukla Prag in der HUK-Arena (Szene), sondern auch gestern Abend beim Vergleich in der Ilm-Sporthalle in Ilmenau gegen den ukrainischen Champions-League-Vertreter HC Motor Saporoschje zeigte der Abwehrspezialist, dass er nach seinen langen Verletzungspausen wieder auf dem Weg zu früherer Klasse ist; rechts mit der Nummer 95 Roman Kirveliavicius, der mit sechs Toren erfolgreichster Coburger Werfer war. Foto: Iris Bilek
Ergebnisse von Testspielen sind nicht besonders aussagekräftig und sollten keineswegs überbewertet werden. Aber sie stärken das Selbstbewusstsein und machen Mut für wichtigere Aufgaben - selbst wenn es sich um eine Niederlage handelt.
Die Erstligaprofis des HSC 2000 Coburg verließen am Mittwochabend jedenfalls mit breiter Brust die Ilm-Sporthalle in Ilmenau. Nach einem intensiven Freundschaftsspiel verloren sie zwar knapp gegen den ukrainischen Champions-League-Vertreter HC Motor Saporoschje mit 26:28 (17:15), doch die Erkenntnis, dass das Team gegen diese ukrainischen Hünen auf Augenhöhe spielte, macht den Vestestädtern Hoffnung.
Nicht wie am Samstag, als die Ukrainer in der Neustadter Frankenhalle den HC Erlangen, immerhin Tabellenneunter der DKB Bundesliga, klar mit 31:27 besiegten, gab die größere Physis den Ausschlag, sondern die unkonzentrierte Chancenverwertung der Coburger in der Schlussphase.
"Wir haben drei freie Würfe am Ende nicht gemacht, dann ist es natürlich schwierig gegen eine solche Mannschaft zu gewinnen", ärgerte sich Trainer Jan Gorr aber nur kurz. Denn der Übungsleiter war mit diesem "guten Test" und mit seinen Jungs nämlich sehr zufrieden: "Wir haben das sehr gut gemacht. Es war eine hohe Intensität im Spiel und genau das wollten wir auch haben".
Die Coburger sind 24 Tage vor dem Ernstfall gut gerüstet. Gerüstet für den Samstag, 18. Februar. Dann geht es ab 19 Uhr in der HUK-Arena nämlich gegen den TBV Lemgo im ersten Pflichtspiel 2017 um wichtige Punkte für den angestrebten Klassenerhalt in der 1. Liga - und dieses Ergebnis zählt dann.


HC Motor Saporoschje gegen
HSC 2000 Coburg 28:26 (15:17)

Die Coburger lagen von Beginn an fast immer in Front. Und das obwohl die physischen Vorteile klar auf Seiten der Ukrainer waren. Doch die Coburger stellten sich dieser unangenehmen Aufgabe und bildeten erfolgreich ein körperliches Gegengewicht. Vor allem am eigenen Kreis wurde mächtig hingelangt und den favorisierten Champions-League-Spieler die Stirn geboten.
Vorne brachten Büdel & Co. die hünenhafte Deckung mit etlichen Varianten in Bewegung und schufen dadurch viele Eins-gegen-Eins-Situationen, die bis weit in die zweite Hälfte auch erfolgreich abgeschlossen wurden. Doch dann steigerte sich der Motor-Torsteher, wuchs in der entscheidenden Phase über sich hinaus und verhinderte mit tollen Paraden den Sieg des 17. der "stärksten Liga der Welt".

HSC 2000 Coburg: Kuhlanek / Krechel - Barsties (1), Kelm 1), Weber (2), Kellner, Billek (5), Riehn (2), Büdel (4), Harmandic, Lilienfelds (5), Kirveliavicius (6). - Trainer: Jan Gorr.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren