Coburg
Fernwärme

Mohrenstraße sechs Wochen dicht

Ab April wird die neue Leitung vom ehemaligen Milchhof bis zur Kanalstraße gebaut. In der Mohrenstraße müssen vorher Gas- und Wasserrohre verlegt werden.
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Die Mohrenstraße muss zwischen Lossau- und Kanalstraße für sechs Wochen gesperrt werden. Foto: Ulrike Nauer
Die Mohrenstraße muss zwischen Lossau- und Kanalstraße für sechs Wochen gesperrt werden. Foto: Ulrike Nauer
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Der Zweckverband für Abfallwirtschaft (ZAW) Nordwest-Oberfranken erneuert voraussichtlich ab April die Fernwärmeleitung ab dem ehemaligen Milchhof über die Lossaustraße bis zur Kanalstraße. Ehe die neuen Fernwärmeleitungen verlegt werden können, sind allerdings noch einige Vorarbeiten nötig. Dafür muss zunächst die Mohrenstraße zwischen Lossau- und Kanalstraße für voraussichtlich sechs Wochen voll gesperrt werden.
Die neuen Rohre inklusive Ummantelung haben einen Durchmesser von 50 Zentimetern, wie Berthold Lendner, Hauptabteilungsleiter Gas/Wasser bei den Städtischen Werken (SÜC), am Dienstag in einem Pressegespräch erläuterte. Im Boden werden immer zwei Rohre nebeneinander liegen. Um den dafür notwendigen Platz zu schaffen, müssen auf dem betroffenen Abschnitt der Mohrenstraße Gas- und Wasserleitungen der SÜC umverlegt, quasi aus dem Weg geräumt werden. "Das geht schneller, wenn die Mohrenstraße komplett gesperrt ist", so Lendner.
Die Umleitung des Verkehrs sei an dieser Stelle relativ problemlos möglich - sie führt von der Mohrenstraße über Kanal-, Rast- und Kreuzwehrstraße in die Lossaustraße, beziehungsweise stadteinwärts in umgekehrter Richtung.
Ab Mitte März muss allerdings auch die Kanalstraße auf der Seite der Berufsschule für rund vier Wochen gesperrt werden. Anlieger dürfen die Straße während dieser Zeit zwar befahren, da die Zufahrt aber über die Fläche der Kurzzeitparkplätze erfolgt, stehen diese nicht zur Verfügung.
Mit der Verlegung der neuen Fernwärmeleitungen will der ZAW Anfang April beginnen, wie dessen Werkleiter Peter Baj mitteilte. Dann werde es selbstverständlich noch größere Sperrungen geben. Rund 900 Meter sei die neue Leitung lang. Die jetzige sei noch 200 bis 300 Meter länger, "weil sie so verwinkelt ist". Immer wieder machten die 1988 verlegten Rohre dem ZAW in den vergangenen Jahren Ärger. Mehrmals musste an der Ecke Callenberger-/Raststraße, wo die alten Leitungen verlaufen, aufgegraben werden. Immer wieder wurden die Rohre ausgebessert, doch immer wieder traten - bedingt durch das Material - neue Löcher auf. Im vergangenen August, nach guten anderthalb Jahren Ruhe, hatte dann eine Firma beim Einbau von Glasfaserkabeln auch noch die Ummantelung der Fernwärmerohre beschädigt. Um den Schaden reparieren zu können, musste erst das verunreinigte Grundwasser aufwendig gereinigt werden. Seitdem ist Ruhe.
Peter Baj jedenfalls wird ein Stein vom Herzen fallen, wenn die neue Fernwärmeleitung in Betrieb geht und die Rohre in der Raststraße nicht mehr gebraucht werden. Das Material der neuen Leitungen sei modernste Technik. "Ich gehe davon aus, dass wir uns zu unseren Lebzeiten nicht mehr damit beschäftigen müssen - und ich will 100 Jahre alt werden", scherzte der ZAW-Werkleiter.
Die Umlegung der SÜC-Leitungen zahlt der ZAW. Inklusive dieser Kosten seien für die Baumaßnahme vom Milchhof bis zur Kanalstraße rund 3,5 Millionen Euro veranschlagt, so Baj.
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