Dörfles-Esbach
Brauchtum

Martinsumzug in Dörfles-Esbach zog Klein und Groß magisch an

Der 11.11. ist traditionell der Tag, an dem die kleinen Kinder mit ihren selbst gebastelten Laternen durch die Ortschaften ziehen.
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Die Kinder des Willy-Machold-Kindergartens aus Dörfles-Esbach ließen auch in diesem Jahr die Geschichte um Martin von Tours lebendig werden und erinnerten mit ihren Laternen an die barmherzige Tat des ehemaligen römischen Soldaten. Foto: Martin Rebhan
Die Kinder des Willy-Machold-Kindergartens aus Dörfles-Esbach ließen auch in diesem Jahr die Geschichte um Martin von Tours lebendig werden und erinnerten mit ihren Laternen an die barmherzige Tat des ehemaligen römischen Soldaten. Foto: Martin Rebhan
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Ob sich Martin von Tours bewusst war, dass seiner barmherzigen Tat noch knapp 1700 Jahre Menschen gedenken, vor allem sehr junge Menschen? Martin hatte damals in Chlamys seinen kurzen Reitermantel zerschnitten, um ein gutes Stück dabon einem unbekleideten Mann zu geben - so die Überlieferung.

Zur guten Tradition gehört es seit vielen Jahren, dass die Kinder aus den Kindertagesstätten mit ihren Laternen die Nacht erhellen und mit Liedern und Gedichten an das Ereignis aus dem Jahr 334 erinnern, als der damalige römische Soldat sich eines Mitmenschen erbarmte. Die Geschichte um St. Martin hielten auch in diesem Jahr die Kinder des Willy-Machold-Kindergartens in Dörfles-Esbach mit einem Laternenumzug am Leben. Sie erhellten die ungemütliche Novembernacht mit dem überwiegend elektrischen Licht, das aus selbst gebastelten Lampen schimmerte.
Und sie sangen die bekannten Weisen wie "Ich geh mir meiner Laterne". Dazu wurden Sing-Stopps zwischen der evangelischen Kirche und dem Kindergarten eingelegt. Am Ende der kleinen Wanderung fanden sich Jung und Alt im dem durch Feuerschalen in ein besonderes Licht getauchten Kindergarten ein, um bei einigen Leckereien den Abend ausklingen zu lassen.

Während des Umzuges war von den Kindern und ihren Laternen nicht viel zu sehen, weil die meisten Kinder jeweils von mehreren Erwachsenen begleitet wurden, deren Bekleidung und Körper viel vom dem Lichtschein schluckten.

Die Freude, die Kunde von St. Martin zu verbreiten, ließen sich die Kleinen aber nicht nehmen. Für die Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten hatte der besondere Tag mit einer kleinen ökumenischen Andacht begonnen, in der auch die bekannte Geschichte der Gänse, die Martin von Tours verrieten, von Vorschulkindern nachgespielt wurde.

Die Gemeindereferentin der katholischen Kirchgemeinde, Michaela Meusel, verdeutliche die tiefe Botschaft der Geschichte um St. Martin: "Lerne, mit offenem Herzen zu schenken."

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